Sonntag, 29. Dezember 2013

TERRA SF 260 - Gordon R. Dickson : Regierungspost für Dilbia


Gordon R. Dickson : Regierungspost für Dilbia (Spacial Delivery)
Terra SF 260, 07.12.1962
Deutsche Erstausgabe
Originalausgabe 1961
Aus dem Amerikanischem von C. Katschinski
Titelbild : Johnny Bruck


Heute haben Sie nun die REGIERUNGSPOST FÜR DILBIA vor sich, den zweiten Dickson-Roman, der natürlich ein völlig anders geartetes Thema behandelt als PLANET DER PHANTOME, und doch eines gemeinsam hat mit dem eben erwähnten Roman: den unterschwelligen Humor!
Schon SPACIAL DELIVERY, der Originaltitel ist übrigens eine Wortspielerei — eine für uns leider unübersetzbare Kombination aus den Adjektiven "special" und "spatial" (auf den Weltraum bezüglich), zu der noch der Doppelsinn des Wortes "delivery" (Lieferung oder Rettung) kommt. Und dann die eigenartigen Namen der Handlungsträger selbst ... zum Beispiel "Schüttelknie" oder "Fettgesicht"!
Vorwort von GMS

In the good old days they gave you a suit of armour and a mighty steed to rescue a maiden in distress. But John Tardy didn't know about this battle until he was in it. No suit of armor, no magnificent charger. He'd have been happy just to arrive on his own two feet, or any way other than as a package labeled "Spacial Delivery."
Klappentext des Kindle-eBooks [4,11 $]

Also unterschwellig fand ich den Humor ja nicht. Eher ziemlich deutlich mit einigen echten Brüllern dazwischen. Ist eben ein echter Dickson, dieser Roman. Wobei "echter Dickson" in diesem Fall auf seine komische Seite anspielt, die ernsthafteren Facetten seines Schaffens (etwa der Dorsai-Zyklus) sollten nicht vergessen werden. Aber ich persönlich mag seine humoristischen Sachen immer noch am liebsten. Insbesondere als Dicksons komische Romane kein Slapstick sind, aber ganz nah an dieser Grenze balancieren. Hier hat er beispielsweise, lange vor Lois McMaster Bujolds Miles Vorkosigan, mit Dilbia eine Welt geschaffen, in der der durchschnittliche Terraner den körperlich wesentlich stärkeren Eingeborenen deutlichst unterlegen ist und sie sich mit List und Geschicklichkeit behaupten müssen. Da er zu dieser Situation noch mehrere Ebenen schildert, was warum wieso und aus welchem Grund passiert, ist der Roman auch mehr als 50 Jahre nach seiner Entstehung immer noch ein Genuß.


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