Dienstag, 17. Dezember 2013

TERRA SF 236 - Kurt Mahr : Unternehmen Winterschlaf


Kurt Mahr : Unternehmen Winterschlaf
Krieg der Milchstraßen 5
Terra SF 236, 06.07.1962
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Bisher stand die Menschheit und ihr galaktisches Reich den Siliko-Wesen, die aus einer fremden Galaxis in die Milchstraße eindrangen, ziemlich wehrlos gegenüber, und es sah auch nicht so aus, als wolle sich das in naher Zukunft ändern.

Zwar hatte Oberst Rodger Althus — als er anfing, war er Major gewesen — mit seiner Einsatzgruppe aus dem Sonderstab der Interstellaren Raumüberwachung den Silikos ein paarmal den Rang abgelaufen, einige ihrer Geheimnisse entdeckt und in einer benachbarten Galaxis, die man für den Heimatbereich der Silikos hielt, eine fremde Rasse gefunden, die känguruhähnlichen Flip-Flops, die den Silikos ebenso wenig freundlich gesinnt war wie die irdische Menschheit — aber die Silikos hatten zum Gegenschlag ausgeholt, waren tief in die irdische Milchstraße eingedrungen und hatten alles zerstört, was ihnen im Weg lag.

Zuletzt hatten sie POINT MALER erobert, den mächtigsten Stützpunkt, den die Erde jemals besessen hatte. Damit war der Weg frei zum geistigen Zentrum des galaktischen Reiches: zur ERDE selbst. Gegen den ersten Schlag würde sich die ERDE erfolgreich wehren können, denn Althus kannte den taktischen Plan der Silikos und hinterbrachte ihn dem verantwortlichen Flottenkommando. Aber dann?

Die Silikos würden aus der Galaxis nicht abziehen, nur weil es ihnen im ersten Anlauf nicht gelungen war, die Erde zu besetzen oder zu vernichten. Sie würden eine Weile verschnaufen und dann wiederkommen. Keiner bezweifelte im Ernst, daß die Silikos bekommen würden, was sie haben wollten. Die ERDE war auf einen solchen Krieg nicht vorbereitet. Sie brauchte Zeit. Diese Zeit sollte das UNTERNEHMEN WINTERSCHLAF verschaffen ...
Vorwort der TERRA ASTRA-Ausgabe

Hatte ich beim letzten Band noch die galaktischen Schlachten vermisst ? Nun, hier sind sie, nicht so gewaltig und galaktisch wie bei Smith, sondern eher wohlgeordnet, wie eine Schlacht eben abzulaufen hat. Ziemlich deutsch eben. Die Leserschaft damals war wohl geteilter Meinung, laut dem Vorwort von Günter M. Schelwokat gab es offenbar eine Fraktion, die Mahr den Vorzug vor Smith gab ebenso wie eine andere, die den Lensmen-Zyklus für deutlich besser als den "Krieg der Milchstraßen" fand. Ich persönlich halte die Lensmen-Romane für besser, sie haben eher den Sense of Wonder, den ich hier doch etwas vermisse. Das ist aber absolut Geschmackssache.

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