Mittwoch, 21. Dezember 2011

Gelesen im April und Mai 2011


Perry Rhodan - Blaubände
114 : Die Glaswelt
115 : Treibgut der Sterne
116 : BARDIOC
117 : Eiswind der Zeit
118 : Aufbruch der BASIS
119 : Facetten der Ewigkeit
120 : Raumschiff des Mächtigen
121 : Orkan im Hyperraum
122 : Laire
123 : Murcons Vermächtnis
124 : Grenze im Nichts


Mein Nostalgie-Trip ging weiter. Mit Genuß habe ich die Bände 830-920 gelesen. Man, was war ich jung damals, als die Hefte in der Erstauflage herauskamen. smile.gif

Als Bilder angezeigt werden wieder die ursprünglichen Heftcover. Für mich haben diese ihren ganz eigenen Nostalgiewert.

Und was schrieb ich noch im letzten Eintrag ? "Es wird interessant zu sehen, wie, wo und wann der Einschnitt kommt." Ich hatte da ja eigentlich an einen gleitenden Prozeß gedacht, der mich irgendwann in den weniger interessanten Bereich ab Band 1000 überleitet. Tatsächlich kann man den Einschnitt von inspirierten Heften zu einer deutlich weniger inspirierenden Rhodan-Serie exakt festmachen : Er beginnt bei Band 850, "Bardioc". Hier, in diesem Band, führt Willi Voltz Kosmokraten, Kosmische Burgen und andere mystische Überwesen und Plätze ein. Diesem Fantasy-Überbau vermochten die anderen Autoren nicht zu folgen. Alle Romane, die diese Themen behandeln, sind schlechter Trivialkram. Diese neue Sicht der Dinge hat das damalige Autorenteam auch ziemlich erschüttert. Sie stemmten sich gegen diesen Überbau, indem sie sich auf Hardcore Science Fiction zurückzogen und das Expose als klassische SF interpretierten. Die Romane werden einige Zeit nach 850 wieder besser und beginnen wieder den Flair der Aphilie/Sol-Zeit auszustrahlen. Auch gelingt es dem Autorenteam, die Einführung des Roboters Laire und das Auffinden des Sporenschiffs als reine SF darzustellen. Damit wird aber ab Band 1000 Schluß sein, als Perry Rhodan eine kosmische Aura angedichtet werden und deutlich stärkere Fantasy-Elemente in die Serie hineingeschrieben werden.



Lena Falkenhagen : Undercover (Justifier 02)
Heyne 52717, München 2011
500 Seiten


Ein empfehlenswerter Action-Roman aus dem Justifier-Universum, Details hier.



Andreas Eschbach : Black*Out
Arena-Verlag 2010
460 Seiten


Was wäre, wenn das Wissen und die Gedanken eines Einzelnen für eine ganze Gruppe verfügbar wären? Jederzeit? Würde dann nicht Frieden und Einigkeit auf Erden herrschen? Wäre der Mensch dann endlich nicht mehr so entsetzlich allein? Oder könnte dadurch eine Bedrohung entstehen, größer als alles, was die Welt je gesehen hat? (aus dem Klappentext)

Ein sehr schönes Jugendbuch von Andreas Eschbach, eine neue Jugendserie nach seinem "Marsprojekt". In Top-Ausstattung eine gelungenes Geschenk für die nächste Generation, durchaus mit "Mark Brandis" vergleichbar. Hier eine ausführlichere Besprechung.



Michael Haitel (Hrsg.) : Inzucht und die denkbare Gesellschaft
SFCD Story-Center 2010
p.machinery 2010
350 Seiten


Der alljährliche Kurzgeschichtenband des SFCD. Sehr gemischt mit diversen Ausfällen, aber auch drei guten Stoies von Frederic Brake, Arno Endler und Galax Acheronian. Eine detaillierte Besprechung aller Sties findet man hier.



Andromeda Science Fiction Magazin 149

Spezialausgabe des SFCD-Magazins zu George R. R. Martin. Außen hui, innen pfui.



Michael Nagula : Perry Rhodan - Die Chronik
Band 1, 1961-1974
527 Seiten
Hannibal Verlag, AT-Höfen 2011
auch als eBook erhältlich


Der erste Band der Chronik der PR-Serie behandelt die Ära Scheer von 1961 - 1974. Er liest sich amüsant und flüssig, für PR-Fans ein unbedingtes Muß. Aber auch Leute, die sich für die Geschichte der SF in Deutschland interessieren, kommen hier auf ihre Kosten. Von daher kann man diese Chronik nur weiterempfehlen. Details findet man hier.



Neal Asher : Prador Mond (Prador Moon)
Aus dem Englischen von Thomas Schichtel
Bastei-Lübbe 23352, Köln 2011


Ziemlich primitive Space Opera, Details.



Gallaghers Mission
Gallaghers Sturm
Gallaghers Schlacht
Gallaghers Sieg
Krise auf Simirus
Atlantis Hardcover 2011


Nicht-triviale Space Opera aus Deutschland, empfehlenswert. Eine ausführliche Besprechung findet sich hier.



Markus Heitz : Drachenkaiser
Piper 6778, München 04/2011
540 Seiten


Nach dem Kampf gegen den russischen Drachen, der die Weltherrschaft an sich reissen wollte, kämpfen Silena und Grigorij gegen den chinesischen Drachen-Kaiser.

Eine Fortsetzung der Steampunk-Fantasy von Markus Heitz, die er mit Die Mächte des Feuers (Gelesen im Dezember 2010) begann. Hat mir gefallen, obwohl ich anfangs Probleme hatte, in das Setting einzusteigen. Das dürfte aber mehr meiner eigener augenblicklicher Stimmung zuzuschreiben sein, die mehr auf SF aus ist denn auf Fantasy. Trotzdem hat mir der Drachenkaiser Spaß gemacht, was sehr deutlich für die Klasse des Romans spricht.

Markus Heitz zeigt in diesen Drachen-Bänden sehr schön, wie man ein harmonisches Fantasy-Setting im Zeitalter der frühen Industrialisierung hinbekommt. Diese beiden Drachen-Romane haben mir deutlich besser gefallen als der hochgelobte Vampir-Ziegel von Kim Newman, den ich doch sehr langweilig fand.

Im Impressum steht ein Copyright von 2009. Irritiert habe ich mich umgeguckt, offenbar hat Piper zum damaligem Zeitpunkt eine Hardcover-Ausgabe herausgebracht, der jetzt, 2 Jahre später, ein Taschenbuch folgt. Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht, es bleibt abzuwarten, inwieweit Random House mit derartigen Hardcover-Editionen umgeht.



Christoph Hardebusch : Sturmwelten
Heyne 52385, München 2008
700 Seiten


Ein Reich inmitten der Weltmeere, besiedelt von riesigen Meeresschildkröten, feuerspeienden Drachen und schillernden Wassermagiern. Stürmische Ozeane, gepeitscht von Wind und Wellen, befahren von kaiserlichen Armeen, blutrünstigen Piraten und geheimnisvollen Zauberern. Als wie aus dem Nichts ein legendäres Kolonialschiff mit einer magischen Ladung auftaucht, schlägt die Stunde des Freibeuters Jaquento – und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. (Klappentext)

Nach dem Justifier-Roman wurde ich neugierig auf andere Romane von Christoph Hardebusch. Der erste Band der Sturmwelten-Trilogie hat mich nicht enttäuscht, klassische Fantasy mit einer sehr reduzierten magischen Komponente. In seinen Beschreibungen der Seefahrt erinnert mich das Ganze ein bißchen an David Weber. Aber abwarten, zwei Bände fehlen mir noch und erst danach kann man die Sturmwelten detailliert bewerten.



Bernhard Hennen : Die Elfen
Heyne 53001, München 2006 (12. Auflage)
900 Seiten


Die Elfenwelt wird von einem Dämon bedroht. Die beiden Elfen Nuramon und Farodin, denen sich der Nordländer Mandred aus der Menschenwelt anschließt, ziehen gegen das Ungeheuer zu Felde. Doch vor allen Dingen suchen sie nach einem Weg, ihre gemeinsame Geliebte, die Zauberin Noroelle, zu befreien, die Opfer des Dämons geworden ist und auf ewig in eine triste Parallelwelt verbannt wurde. Verzweifelt stürzen sie sich ins Abenteuer und versuchen, sie zurückzuholen. Dabei wird so manches Geheimnis gelüftet, eine Schlacht geschlagen und das Schicksal der Elfenwelt besiegelt. (Klappentext)

Ich hatte nix mehr zu lesen auf der Geschäftsreise nach Heidelberg und in einem Antiquariat war der erste Elfen-Band billig zu bekommen. Danach hatte ich immer noch nix zu lesen, denn dieser Roman ist einfach schlecht. Er ist sozusagen der Vorzeigeband für alle, die die Fantasy-Völker-Romane als ganz miese Phantastik bezeichnen. Ein Klischee jagd dasselbige und ich frage mich die ganze Zeit, ob Moorcock davon Kenntnis genommen hat und prophylaktisch schon mal den Rotator gibt. Wie man sieht, hilft bei dem Ding nur noch der Galgenhumor. Übrigens : "Einer allein ...". Dem Impressum kann man entnehmen, daß dieser Band ein Gemeinschaftswerk von Bernhard Hennen und James Sullivan war. Hmmmm ... fehlt nur noch der Hinweis "Basierend auf nach seinem Tod bei Autor XYZ aufgefundene Notizen" und wir haben ein echtes deutsches Herbert-Doppel.

Keine Kommentare:

Kommentar posten