Freitag, 21. November 2014

TERRA SF 059 - Frank Williams : Nova Centauri


Frank Williams : Nova Centauri
Terra SF 059, 10.04.1959
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Die Menschheit ist ins Weltall vorgestoßen und hat den Mars besiedelt. Politisch autonom geworden, entfremden sich die Marssiedler immer mehr den Terranern, so daß es bald zwischen Erde und Mars zu Konflikten kommt, die immer größere Ausmaße annehmen. Die Erde ist in Gefahr, in einem Krieg unterzugehen, aber auch auf Mars werden die Aussichten nicht sehr günstig beurteilt.

Da tritt ein Ereignis ein, das die Spannung auf den Siedepunkt treibt. Das Ereignis kommt aus dem Kosmos, und es ist dazu angetan, die Kriegsgefahr jetzt erst recht noch zu erhöhen. Fast gleichzeitig schlagen die beiden Gegner los. Und für niemand scheint es eine Rettung zu geben. Der Kampf wird mit allen Mitteln geführt und es gibt nicht einen Menschen, der diesem Morden Einhalt gebieten könnte ...
Klappentext

Nicht gut. Von heute aus gesehen.

Die Geschichte ist zwar ganz nett geschrieben, der Plot auch nicht schlecht, aber die Ausführung doch ziemlich platt. Aus der Richtung von Centauri kommt eine gefährliche Strahlung, die dazu führt, daß sich zwei Planeten bekämpfen, weil jeder den anderen des Angriffs verdächtigt. Und erst ganz am Ende sagt ein Wissenschaftler, was Sache ist. Dies mag damals, 1959, durchaus seine Relevanz gehabt haben (schließlich war der Kalte Krieg damals in einer seiner heißen Phasen), heutzutage hätte man diesen Plot aber weniger vordergründig und offensichtlich umgesetzt, als Frank Williams es in diesem Roman tut.

Allerdings - und das sollte man in gar keinem Fall unterschätzen - hat sich die deutsche Literatur seit 1959 inhaltlich als auch stilistisch deutlich weiterentwickelt. Bestes Beispiel dafür ist etwa die als Trivialromane angelegte Serie D9E oder die Tentakel-Romane von Dirk van den Boom. Beide Serien sind durchaus mit diesem Frank Williams vergleichbar, literarisch allerdings liegen Welten dazwischen. Von daher ist dieser Roman ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ein in seiner Zeit gar nicht so schlechter Roman im Laufe von Jahrzehnten in die Bedeutungslosigkeit versinken kann.

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