Montag, 3. November 2014

Robert Asprin : Drachenfutter


Robert Asprin : Drachenfutter (Myth Conceptions)
Myth 02
Bastei Fantasy 20049, 1983
Deutsche Erstausgabe
Originalausgabe 1980
Aus dem Amerikanischen von Sylvia Pukallus
Titelbild : Oliviero Berni


Nicht genug, daß dem Zauberlehrling Skeeve der Meister vor der Nase ermordet wird und Skeeve jetzt mit einem versehentlich beschworenen Dämonen als Lehrer durch die Lande ziehen muß: Inzwischen hat er auch noch ein Einhorn, ein hübsches Mädchen und einen ewig hungrigen jungen Drachen zu versorgen - und Drachenfutter ist teuer in Skeeves Welt. Möglicherweise hat sich deshalb auch jemand Skeeve und seinen Dämonenlehrer Aahz für einen Job ausgesucht, bei dem auch der beste Zauberer nur auf eine Art enden kann - als Drachenfutter.
Klappentext der Erstausgabe

Skeeve, der junge Zauberlehrling, hat seinen Meister gefunden - ausgerechnet den Dämon Aahz, ein grünhäutiges Monster, das sich als recht gutmütig erweist, allerdings eine unangenehme Eigenschaft hat: Es übt eine magische Anziehungskraft auf Schwierigkeiten aller Art aus. Überaus turbulente Lektionen sind damit für den tapferen Skeeve garantiert. Doch damit nicht genug. Bald hat der junge Magiker noch ein Einhorn, ein schönes Mädchen und einen vorlauten Drachen am Hals - und einen Job, bei dem auch der beste Zauberer nur auf eine Art enden kann: als Drachenfutter.
Klappentext der Neuausgabe

At Aahz’s urging, Skeeve goes to apply for the job of Court Magician in the kingdom of Possiltum. It seemed like such a cushy position, but Possiltum is under attack by a much, much larger army. Skeeve has to keep his new home from being overrun, but all he has is a force he recruited from the Bazaar at Deva.
amerikanischer Klappentext

Im Kontext zu den Asprin-Artikeln in phantastisch! 56 fällt einem sofort dieses absolut danebengelungene und nichts mit dem Inhalt zu tun habende Titelbild auf. Das war noch nicht einmal in den 80ern gut, geschweigen denn, daß es heutzutage auch nur rudimentärst akzeptabel ist. Da sind die Cover von Velez und Foglio doch deutlich besser.

Auch diesen Roman habe ich mehrfachst gelesen, so daß ich über die zweifelsohne gelungenen Gags heutzutage nur noch schmunzeln kann. Was mir auffiel : Der Roman würde heute vielleicht nicht anders, aber ausführlicher geschrieben werden. Der Bazaar auf Deva wird ebenso kurz dargestellt wie das Königreich Possiltum und die Große Armee, zu kurz, ganz im Stil der 70er und 80er. In diesem Bereich hat sich die phantastische Literatur weiterentwickelt, beide Settings würden heute ausführlicher und im Idealfall auch literarischer geschildert werden.

Die Story selbst hat ihren Charme, Skeeve & Aahz gegen eine übermächtige Armee - die eigentlich gar keine Lust mehr hat. Asprin verdreht gekonnt die Standard-Fantasy-Klischees und erzeugt allein damit eine gewisse Komik. Aber auch dies ist noch einer der Aufbau-Romane des Myth-Zyklus, es sind noch nicht alle Protagonisten eingeführt. Aber mit dem Myth-Universum ist es wie mit einer guten HBO-Serie : Man muß alle Folgen hintereinander lesen, um die späteren auch richtig würdigen zu können.

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