Mittwoch, 5. November 2014

TERRA SF 017 - W. D. Rohr : Planet des Unheils


Wolf Detlef Rohr : Planet des Unheils
Terra SF 017, 28.03.1958
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1957
Titelbild : Johnny Bruck


Ein neuer Planet in der Nähe des Mars, das ist das Ergebnis der Beobachtungen eines jungen Kadetten, der in der Beobachtungsstation des künstlichen Erdsatelliten vor dem Radarschirm sitzt. Eine ungeheure Katastrophe in einem fernen Sonnensystem muß diesen Planeten in unser System geschleudert und in den Bereich der Anziehungskraft unserer Sonne gebracht haben.

Das erste zur Erkundung ausgesandte Raumschiff kehrt nicht zurück. Ein Hilfsschiff verschwindet spurlos. Erst das dritte Schiff bringt nach langer Zeit Nachricht von dem neuen Planeten. Es ist ein kleines Patrouillenschiff, und die vier Männer der Besatzung sind völlig verändert. Bewußt geben sie falsche Nachricht über ihre Erlebnisse. Eine unerklärbare Infektion bewirkt eine solche Veränderung ihrer Psyche, daß sie zu Untieren werden, zu einer ungeheuren Gefahr für das Menschengeschlecht der Erde.

Was ist es, was dieser Planet des Unheils ausstrahlt? Und dann sind es wieder vier Menschen, drei Männer und eine Frau, die sich entschließen, den Planeten des Unheils anzusteuern. Was sie erleben, ist fürchterlich. Haben sie je eine Aussicht, aus dem Bereich dieser unheimlichen, in einen fürchterlichen Kampf verstrickten Urwelt wieder zu entrinnen, oder wird ihr Schicksal das der Besatzungen der ersten Erkundungsexpedition sein?

Der vorliegende Roman "Planet des Unheils" von Wolf Detlef Rohr wurde von der literarischen Abteilung des Science Fiction Clubs Deutschland geprüft und erhielt das Prädikat als ausgezeichneter Science Fiction Roman.
Klappentext des DÖRNER-Leihbuchs

Ein insbesondere für Perry-Rhodan-Fans nicht uninteressanter Roman. Denn die Idee einer weltumspannenden amöbenartigen Pseudo-Intelligenz wird im PR 101, "Der Weltraum-Tramp", nochmals aufgegriffen. Inklusive des zombieartigen Verhaltens der vom Amöbenvirus Befallenen.

Allerdings sind die Romane bis auf das Grundthema ziemlich unterschiedlich. Rohr schreibt hier eher einen SF-Grusel-Roman im Sinne von "Alien", bleibt allerdings hundertprozentig auf der SF-Hardcore-Seite. Ich fand den Roman ganz nett, lesbar, halbwegs spannend und für seine mehr als fünfzig Jahre recht gut gealterten Roman. Allerdings bleibt er auf dem Level eines Trivialromans, die Geschichte bewegt sich nur an der Oberfläche. Weder werden die Protagonisten noch die Antagonisten differenzierter dargestellt, geschweige denn die Opfer des Amöbenvirus. Eigentlich schade, die Geschichte hat mehr Potential.

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