Mittwoch, 25. Juni 2014

TERRA SF 341 - Gordon R. Dickson : Der Fremde von Arcturus


Gordon R. Dickson : Der Fremde von Arcturus (Alien from Arcturus)
Terra SF 341, 01.05.1964
Nachdruck des Luna-Utopia-Taschen-Romans 3 von 1957
Originalausgabe 1956
Aus dem Amerikanischem von Heinz F. Kliem
Titelbild : Karl Stephan


Quarantine...

Ever since Earth's first starship crept out on sublight drive a hundred years ago and was met by an emissary of the Galactic Federation, man has lived as a prisoner in the solar system. The Federation decreed that unless man could demonstrate his technological maturity and leave the solar system via a faster-than-light drive, he would not leave it at all. All Earth knows the test that man must pass to win Galactic Citizenship and the freedom of the stars; the FTL drive is every physicist's top priority. But what they cannot know is that they work against both an alien time-limit and human sabotage - and time is running out. Unless John Parent's star-drive project is successful, mankind will remain trapped in the solar system, forever...
Klappentext des Overdrive-eBooks

Die erste Novelle von Gordon R. Dickson, die er 1956 veröffentlichte. Unter dem Titel "Arcturus Landing" veröffentlichte er 1979 eine überarbeitete und erweiterte Fassung.

In Deutschland ist dies die letzte Ausgabe, der Roman wurde vergessen. Zu Unrecht, wie ich finde, denn zwei Aspekte der Geschichte erscheinen mir bemerkenswert. Zunächst einmal ist das Setting die Antithese zu dem beispielsweise von Robert A. Heinlein und John Ringo propagiertem Freien Unternehmertum, das nach deren Weltanschauung optimale Ergebnisse für Alle erzielt. Dickson hingegen stellt den Eigennutz der Manager dar, der hier so weit geht, das negative Folgen für die gesamte Menschheit in Kauf genommen werden, wenn nur der eigene Nutzen groß genug ist. Der zweite Aspekt, der mir an der Geschichte besonders auffiel, ist die Darstellung der Außerirdischen. Sie werden nur bis zu einem gewissem Grad vermenschlicht, das Anderssein der Aliens wird klar dargestellt. Und etwaige Überlegenheitsgefühle der Terraner, die dieses Anderssein nicht verstehen und fehlinterpretieren, werden sarkastisch aufs Korn genommen. Ein Standpunkt des Autors, der seine Meinung zur Emanzipation und Gleichberechtigung der Rassen deutlich macht.

Insgesamt ein immer noch lesbarer und inhaltlich nur wenig gealterter Roman. Lesenswert.

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