Dienstag, 10. Juni 2014

TERRA SF 325 - Clifford D. Simak : Tod aus der Zukunft


Clifford D. Simak : Tod aus der Zukunft (Time and again)
Terra SF 325, 24.01.1964
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1961
Originalausgabe als "Time Quarry" in GALAXY, 11-12/1950
Aus dem Amerikanischem von Heinz Zwack
Titelbild : Johnny Bruck


Als er sein Schiff im Morgengrauen auf der Erde landet, weiß er noch nicht, daß er mitten in einen Konflikt hineingezogen wird, der ihn nicht mehr zur Ruhe kommen läßt und ihn wie ein gehetztes Wild durch die phantastische Welt des achten Jahrtausends jagt.

Eine gefährliche Situation löst die andere ab, und als Sutton schließlich in einem erbeuteten Schiff die Reise in die ferne Vergangenheit - die sagenumwobene Welt des zwanzigsten Jahrhunderts antritt, geht dieser spannungsgeladene Roman seinem Höhepunkt entgegen.

Wird es Sutton gelingen, das Buch zu schreiben, vor dem die ganze Menschheit bangt und das später die Menschheit im Krieg entzweien wird, oder werden selbst seine übermenschlichen Kräfte der feindlichen Uebermacht erliegen?

Dies ist ein faszinierender Roman aus der Feder eines der besten amerikanischen Schriftsteller der Science Fiction, der auch Sie von der ersten bis zur letzten Zeile in den Bann seiner phantastischen Handlung ziehen wird.
Klappentext des WIDUKIND-Leihbuchs

Der Zeitkrieg tobt - Androiden rebellieren gegen ihre Schöpfer
Teaser TERRA Taschenbuch 238 (1974)

"Unausgegoren und wirr" nennt Hardy Kettlitz in seiner "SF Personality 23" diesen Roman. Das ist nicht ganz unrichtig, trifft aber den Kern der Sache nicht so ganz. Nachdem die Atombombe und die Relativitätstheorie in das Bewusstsein der amerikanischen SF-Schriftsteller eingedrungen war, gab es unheimlich viele spekulative Romane, die sich der Thematik des vierdimensionalen Raumes, inklusive Zeitreisen etc., angenommen haben. Das ist der technische Aspekt dieses Romans.

Der andere, soziopolitische Aspekt ist allerdings viel wichtiger. Die Originalausgabe dieses Romans erschien 1950, zu einer Zeit, als in den Vereinigten Staaten die Gleichberechtigung der Farbigen ein Thema der täglichen Politik war. Der Widerstand gegen den "separate but equal"-Rassismus begann, sich in einzelnen Aktionen, wie etwa dem Bus-Boykott in Montgomery, Luft zu machen. Wer sich für diese Entwicklung interessiert, der sei auf den Wikipedia-Artikel "African-American Civil Rights Movement (1954–68)" verwiesen. In diesem Kontext ist Clifford D. Simaks Roman einzuordnen, als klassischer SF-Roman, der ein gesellschaftspolitisches Thema der Gegenwart behandelt.

Heutzutage ist dieses Thema für jeden denkenden Menschen überholt, die Geschichte wirkt deshalb stark veraltet. In ihrer Zeit war sie jedoch das, was man von wirklich guter SF erwartet : Ein Kommentar zu Ungerechtigkeiten der Gegenwart.

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