Sonntag, 18. August 2013

Perry Rhodan 2711 - Leo Lukas : Eine Falle für den Jäger



Leo Lukas : Eine Falle für den Jäger
Perry Rhodan 2711
Titelbild : Swen Papenbrock
Pabel-Moewig 2013


Perry Rhodan und die Besatzung der KRUSENSTERN befreien Icho Tolot.
Details

Da wird gar nicht lange gefackelt, Perry Rhodan kommt, sieht und siegt (sozusagen). Im Gegensatz zu früheren Zyklen wird die Handlung hier nicht lange ausgedehnt, der Fokus der letzten Hefte bleibt auf Icho Tolot und die Befreiung aus der Gewalt von Leza Vlyoth geht straightforward vor sich.

Na ja, ganz so direkt nicht. Die Geschichte setzt nicht bei Icho Tolot ein, sondern bei der KRUSENSTERN, die SENECA ... Entschuldigung, ADAM in den Fragmentraumer integriert hat. Leo Lukas bringt hier zur Vollreife, was die anderen Autoren in den vorhergehenden Bänden sukzessive vorbereitet haben.

Zunächst die KRUSENSTERN : Es gibt hier einen Bereich namens "Alte Oblast", in dem ur-ur-uralte Posbis leben. Die Perry Rhodan, als er den Bereich betritt, auf Ereignisse im MdI-Zyklus ansprechen. Ok, das ist natürlich ein Zuckerl für Uraltleser von der Expokratie, aber dies ist auch so umgesetzt, daß es weder unsinnig noch aufgesetzt wirkt. Einige Posbis sind eben so alt, und der "Seid ihr wahres Leben ?"-Gag wurde ebenfalls nicht überstrapaziert. Nicht (noch nicht ?) getraut haben sich die Expokraten, Galto Quohlfahrt oder seinen Sohn auftauchen zu lassen, das hätte hier eigentlich noch gefehlt. Insgesamt gesehen war die Einführung der Uraltposbis einfach gut, der zweitbeste Teil dieses Romans.

Denn der beste Teil dieses Romans, wahrscheinlich auch des gesamten Zyklus und meiner Meinung eine der besten Szenen der gesamten Serie ist das Aufeinandertreffen von Perry Rhodan und seiner Enkelin Farye Sepheroa. Knapp vier Spalten lang wird hier die Einsamkeit eines Unsterblichen und die Probleme, die er mit Normalsterblichen hat, in einer ergreifenden Art beleuchtet, die die Tradition der großen Serien-Szenen fortsetzt. Gut, einfach nur gut.

Die Befreiung von Icho Tolot und die Niederlage des Jägers geraten bei diesen beiden Szenen sehr in den Hintergrund, obwohl auch diese Handlung spannend umgesetzt ist. Was mir besonders auffiel : Es wird deutlich gemacht, warum hier Perry Rhodan agieren muß und warum er als Anführer für die Handlung unumgänglich ist. Ich habe diesen Roman als Pageturner erlebt, wie schon die anderen davor. Dies ist ein krasser Gegensatz zu 2500-2699, aber dazu gleich mehr.

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