Freitag, 9. August 2013

HEYNE SF&F 66 - Curt Siodmak : Donovans Gehirn (Donovan's Brain)



Curt Siodmak : Donovans Gehirn (Donovan's Brain)
HEYNE SF&F 66, 1960
Amerikanische Originalausgabe 1942
Aus dem Amerikanischen von Mary Brand
Titelbild : k.A.


Die Geschichte eines Arztes, der einem Sterbenden das Gehirn raubt und es am Leben erhält. Zwar gelingt es ihm, die Reaktionen des Gehirns zu messen und seine Energien zu steigern, aber aus dem Forschungsobjekt wird ein allmächtiges, dämonisches Subjekt. Es beginnt aus eigenem Willen zu handeln und gewinnt unaufhaltsam eine gefährliche Macht über das Leben des Arztes.
Klappentext

Nach dem ersten Karton von TERRA-Heften brauchte ich erstmal Abwechslung, etwas Niveauvolleres. Und als ich meinen Blick so über meine Sammlung schweifen liess, kam mir eine Idee, wie ich dies ganz einfach ohne große Suche finden und gleichzeitig ein paar peinliche Leselücken schließen kann. Und ich griff mir die ersten 8 Bände meiner HEYNE SF&F-Sammlung und legte los.

Meine Heyne-Sammlung habe ich in den 70ern begonnen und in den 80ern und 90ern, als das Flohmarkt- und Antiquariatswesen in Hamburg noch solide war, deutlich ausgebaut. Vor ein paar Jahren habe ich dann diverse Lücken über eBay geschlossen, aber mir fehlen immer noch ein paar Nummern.

Der erste Band in der Reihe war "Donovan's Brain", eine meiner Leselücken. Auch nach 70 Jahren fand ich die Geschichte nicht verstaubt, sie las sich immer noch ziemlich spannend und interessant. Nur hatte ich das Thema auch schon x-mal behandelt gesehen & gelesen - was kein Wunder ist, basierend auf diesem Roman sind diverse andere geschrieben worden. Die englische Wikipedia (Links siehe unten) gibt da erschöpfend Auskunft. Ich finde diesen Roman gleichbedeutend mit Dürrenmatts "Physikern", Brechts "Galilei" und Kipphardts "Oppenheimer". Auch hier geht es um die Verantwortung des Wissenschaftlers, interessanterweise einmal kein Physiker. Die Besessenheit des forschenden Naturwissenschaftlers, seine Eindimensionalität, seine soziale Inkompetenz stellt Siodmak gelungen dar. Sehr empfehlenswerter Roman, auch heutzutage noch.

Wikipedia
Hörspiel mit Orson Welles

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