Donnerstag, 18. Juli 2013

TERRA SF


Ich lege mir ja immer Lesestoff auf Vorrat an. Für schlechte Zeiten sozusagen und um meine Frau zu beruhigen. Die kriegt nämlich immer die Krise, wenn ich vor den Regalen mit Tausenden von Romanen stehe und sage : "Ich hab' nix zu lesen !" Ok, ist ja auch etwas seltsam. Aber ein Roman sollte schon zur augenblicklichen Gemütsverfassung passen.

Anyway, aus diesem Grund (und nicht etwa aus einem Sammlertrieb heraus, nein)(echt nicht)(wirklich nicht) habe ich mir vor drei Jahren eine Sammlung TERRA SF angelegt. Die Romane kenne ich noch aus meiner Kindheit, in den 60ern haben sie in Norddeutschland den Markt definiert. Nicht alleine, es gab auch noch UTOPIA (natürlich habe ich mir auch davon eine Sammlung angelegt, für Regentage eben)(was denn ???), aber für mich war TERRA führend. Objektiv vollkommen unbegründet, eine kindliche Sicht der Dinge eben.

In den letzten Jahren hatte ich irgendwie keine große Lust auf Heftromane. Hat man ja manchmal. Also lagen die TERRA-Hefte schön in Plastikhüllen verpackt in IKEA-Sammelboxen warm und trocken im Regal. Bis Eschbach kam. Und mich mit Band 2700 wieder motivierte, Perry Rhodan zu lesen. Und gleichzeitig wurde ich auf die Klassik-PR-Lesezyklen im NGF aufmerksam und sonderte dort ebenfalls Kommentare ab. Und bekam plötzlich wieder Lust auf Heftromane. Und so nahm ich mir den ersten Karton TERRA SF vor.

Was TERRA SF eigentlich ist, wird sehr schön im Zauberspiegel definiert :
Wichtiger für die deutsche SF-Heftszene war die Reihe Terra (Untertitel: Utopische Romane. Science Fiction), die ab 1957 im Moewig-Verlag erschien. Auch hier waren die ersten 100 Bände überwiegend Nachdrucke von Leihbüchern. Neben anderen deutschen Autoren wie Wolf Detlef Rohr, K.H.Scheer, J.E. Wells und Kurt Brand, ist auch Jay Grams (=Jürgen Grasmück) zu nennen. Dazu kamen Übersetzungen von E.C. Tubb, Robert Silverberg, L.Ron Hubbard und anderen weniger bekannten amerikanischen Autoren. Mit Band 99 erschien dann erstmals ein Roman von Kurt Mahr, dem viele weitere folgten. Mit Band 188 gab Hans Kneifel sein Debut bei Terra, der danach ebenfalls in größerer Zahl dort veröffentlichte. Daneben erschienen aber weiterhin Übersetzungen z.B. E.E. Smith, Hal Clement und Marion Zimmer Bradley. Nach und nach schrieben auch andere PR-Autoren für die Reihe. Nummer 294 (1963) stammte erstmals von H.G.Ewers, also noch vor seinen ersten PR-Beiträgen. Gelegentlich erschienen auch Kurzgeschichtensammlungen etwa A.E. van Vogt "Das Monster u.a. Storys" (Nr.350). Überhaupt kann man feststellen, dass mehr und mehr ausgewiesen erfolgreiche englischsprachige Autoren Aufnahme fanden: Frederick Pohl, John Brunner, Ben Bova, Robert A. Heinlein, Gordon R. Dickson, Jake Vance, Lester del Rey. Arthur C. Clarke und andere mehr. Nach 555 Nummern wurde die Reihe 1968 eingestellt. Zwar gab es in Terra Zyklen einzelner Autoren, regelrechte Serien im Unterschied zu Utopia jedoch nicht. Erwähnenswert ist noch, dass auch hier sehr früh, der Versuch unternommen wurde, eine Leserseite einzurichten (unter der Ägide Walter Ernsting).
Quelle

Die Hefte sind teilweise seeeehr zeitverhaftet, so nach dem Motto "Er war jung und brauchte das Geld !". Aber es ist schon witzig, die ollen Schinken mal wieder zu lesen. Insbesondere bei den Kleinanzeigen werden Kindheitserinnerungen wach ...

Kommentare:

  1. Großartig, genau das habe ich auch so gemacht. Auch ich habe das Vergnügen all diese Heftromane zu lesen, die jetzt noch eingetütet auf mich warten. Wahrscheinlich nicht immer ein Lesespaß, aber was soll es...sind nur ein paar Seiten.

    AntwortenLöschen
  2. Das wird, gerade in diesen ersten Heften, schwierig, aber auch interessant. Erhöht das Verständnis einiger Sachen ungemein, wirst Du in den nächsten Tagen sehen.
    Aber eins kann ich Dir jetzt schon sagen : Das Lesen der TERRA ASTRA-und TERRA NOVA-Hefte, das ich vor ein paar Jahren gemacht habe, hat mehr Spaß gemacht.

    AntwortenLöschen