Montag, 7. Juli 2014

TERRA SF 352/353 - K. H. Scheer : Offensive Minotaurus



Karl Herbert Scheer : Offensive Minotaurus
ZBV 17
Terra SF 352/353, 17.07.1964
Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1964
Titelbilder : Karl Stephan


"Erledigen Sie die Kleinigkeit und kommen Sie sofort zurück! Ich brauche Sie im Hauptquartier!"

Oberst HC-9 führt den Befehl aus, nur wird aus der "Kleinigkeit" ein Fall, der die Möglichkeiten der Geheimen-Wissenschaftlichen-Abwehr erschöpft. Das Gewissen des GWA-Agenten beginnt zu schlagen, als ein Major der Abwehr erblaßt. Stana Sergejewitsch lmorgin, fähigster Astrostatiker der Europäischen Raumfahrtkoalition, beschreitet den Weg der Dunkelheit, um dort das Licht zu finden. Ein Uranprospektor wird verschüttet. Seine Lebensretter erscheinen nicht zufällig. Unbekannte ahnen nicht, daß die sagenhafte Wandelfeldkanone nur in der Phantasie eines Mannes existiert, der alleine weiß, wie sehr die Menschheit bedroht ist.

Oberst HC-9 wird gezwungen, nach eigenem Ermessen zu handeln. Als die Wölfe des sibirischen Urwaldes zu heulen beginnen und Major Ludinow unbekannte Flugobjekte mit einem Wasserfall verwechselt, schreitet der letzte einsatzbereite Telepath der GWA in die Schneewüste hinaus. Oberst HC-9 ahnt, daß es keine Rückkehr mehr geben kann. Der grüne Zwerg GORMAT lockt mit suggestiven Rufen; Irrlichter weisen den Pfad.

'Es ist eine Routineuntersuchung', vermutet HC-9, doch der Fall Offensive Minotaurus wird von Stunde zu Stunde undurchsichtiger.

Die wirkungsvollste Waffe der Erde ist ein Mensch - Oberst Thor Konnat, Chef der GWA-Raumgarde. Die letzte Verbindung reißt ab. Die Technik der Unbekannten ist überwältigend.

Mit dein Roman "Offensive Minotaurus" schildert K. H. Scheer den Anbruch eines Zeitalters, in dem die Menschheit gezwungen wird, über sich selbst hinauszuwachsen.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs

Die Hypnos tauchen auf und versuchen die Erde zu übernehmen. Spätestens mit diesem Roman ist endgültig Schluß mit den einfachen Agentenabenteuern, mit denen die ZBV-Serie gestartet ist. Scheer gelingt es auch, den Kontakt mit den Aliens mt einem gehörigem SoW zu würzen, so daß sich der Leser, der die Romane hintereinanderweg in der Blach-Ausgabe liest, nicht mehr davon losreißen kann. Interessant finde ich, daß die TERRA-Hefte nur die Zweitverwertung darstellen, die Erstausgabe kommt bei ZBV in diesen Jahren immer als Leihbuch heraus.

Was mir auffiel, gerade beim Hintereinanderlesen der TERRA-Romane, ist die Unmittelbarkeit der Geschichte. Während Kneifel, Ewers, Mahr und andere eher etwas distanziert schreiben, ist man bei KHS mitten drin. Die Perspektive des Protagonisten, Thor Konnat, lässt einen die Geschichte sozusagen als Ego-Shooter miterleben. Ganz anders die (ebenso guten) Romane von Hans Kneifel um "Das zweite Imperium der Menschheit". Hier fiebert man zwar ebenfalls mit (Axarnea!), sieht bzw. liest das Geschehen aber sozusagen von Außen, aus der Sicht eines auktorialen Erzählers. Dies ist kein Qualitätsmerkmal, der Unterschied zwischen diesen beiden stilistischen Ansätzen ist aber im Kontext der TERRA-Romane ziemlich deutlich.

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