Donnerstag, 18. Dezember 2014

TERRA 174 - Donald A. Wollheim : Entscheidung


David Grinnel (Donald A. Wollheim) : Entscheidung (Across Time)
Terra SF 174, 26.05.1961
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1959
Originalausgabe 1957
Aus dem Amerikanischem von Walter Ernsting
Titelbild : Karl Stephan



Zachary Halleck entfesselt eine Kettenreaktion, als er seinen Einsatz auf ein UFO startet.

Sein eigenartiges Verhältnis zu dem eigenen Bruder, den er bei Versuchen unterstützen muß, schafft, scheinbar unlösbare menschliche Konflikte, die noch verstärkt werden, als unbekannte Flugobjekte die Forschungsstation angreifen und zerstören. Zachary, sein Bruder Carl und dessen Frau Sylvia werden von unglaublichen Existenzen in eine andere Zeitebene entführt. Sie kommen in eine Welt, die der unsrigen um Millionen von Jahren voraus ist. Ganz andere Gesellschaftsformen haben sich entwickelt und neue Wesen die Nachfolge des homo sapiens angetreten. Die "Seroomi", wie sie sich nennen, glauben, daß sie von Menschenaffen abstammen und verehren die ehemaligen Menschen als Götter. Der Mensch hat sich in eine energetische Erscheinungsform gewandelt und ist materiell nicht mehr existent.

Unglaubliche geistige Kräfte geben ihm jedoch alle Macht über die Galaxen. Zachary Halleck erhält unverhoffte Hilfe seitens der "Götter", und mit der Uebernahme des vollendetsten Raumschiffes aller Zeiten beginnen atemberaubende Abenteuer für Zachary, der gegen eine ganze Galaxis kämpfen muß, um den Frieden zu finden und die Frau seines Herzens dazu. Nach einer großartigen Raum-Zeit-Reise endet Zacharys Weg in der richtigen Zeit seiner Welt.
Klappentext des WIDUKIND-Leihbuchs

Wie ich schon bei früheren Kommentaren zu Wollheims Romanen anmerkte, lagen seine Fähigkeiten nicht wirklich beim Schriftstellerischen. Auch dieser Roman ist trashig und trivial, im Vergleich zu den zeitgleich schreibenden SF-Ikonen eher unbedeutend. Aber hier wird sehr schön das leicht (stark ?) verzerrte Bild deutlich, daß sich hier in Deutschland von der amerikanischen SF gebildet hat. Denn es kamen nur die besseren Werke hier nach Deutschland und wurden in deutscher Übersetzung dem Leser präsentiert. Der ganze mittelmäßige und schlechte Teil der angloamerikanischen SF wurde erst gar nicht übersetzt, nur die besseren Sachen kamen (bis auf ein paar Ausrutscher wie den hier vorliegenden Roman) beim deutschen Leser an. Und dann fällt ein solcher Roman wie "Across Time" von Wollheim natürlich auf.

Egal, in jedem Fall ist der Roman nichts, was man unbedingt lesen müsste. Auch nicht aus historischem Interesse.

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