Mittwoch, 11. Februar 2015

D9E 03 - Matthias Falke : Kristall in fernem Himmel



Matthias Falke : Kristall in fernem Himmel
D9E 03
Wurdack Verlag, 2014
Taschenbuch, 304 Seiten, 12,95 €
alternativ als eBook erhältlich (8,99 €)
Titelbild : Ernst Wurdack
ISBN-10: 3955560120
ISBN-13: 978-3955560126
Kindle-ASIN: B00JDSYJ7K


Der Schwere Prospektorenraumer SCARDANELLI operiert in abgelegenen Tiefen der Galaxis.

Als die Crew nach langem Überlichtflug die Schlafkojen verlässt, muss sie feststellen, dass die Position des Schiffes unbestimmt ist. Die Telemetriedaten sind spärlich und sie ergeben absolut keinen Sinn. Auch Navigator Guardes, der das Schiff gesteuert hat, vermag nichts zur Aufklärung beizutragen.

Auffällig ist jedoch, wie sehr sich Igor Nastow, der Bordkybernetiker, vor den Navigator stellt. Während die Crew noch darum kämpft, Licht in das Dunkel zu bringen, taucht in der sternlosen Ferne eine riesige kristallomorphe Struktur auf ...
Klappentext

Das hab' ich so oder so ähnlich schon mehrmals gelesen. Denn Matthias Falke schreibt hier eine gelungene Melange aus "Alien" (dem Original des Franchise) und "Ten little Niggers" (der klassischen Agatha-Christie-Geschichte). Und er schreibt sie gut, sehr bildhaft, der Leser kann sich der Bilder praktisch nicht erwehren. Dabei gelingt es ihm, der Geschichte mehrfach einen vom Leser unerwartetem Twist zu unterwerfen und - was ich persönlich für am besonders schön fand - am Ende das Ganze noch in ein offenes Fast-Happy-End münden zu lassen.

Wie bei Matthias Falke nicht anders zu erwarten liegt das Hauptaugenmerk auf den Figuren, weniger auf der Technologie. Ralf Steinberg hat das in seiner Rezension auf fantasyguide.de schön beschrieben :
Falkes Figuren sind selten sympathisch und auch seine Besatzung der Scardanelli enthält keine Lichtgestalten der Raumfahrt. Der Kapitän ist ein Säufer, sprunghaft und cholerisch, sein Stellvertreter ein aalglatter Schönling, hinzu kommen noch ein perverser Techniker, ein intriganter Gierschlund, eine Hondh-Gläubige, ein fetter Faulsack, eine drogensüchtige Technikerin mit Minderwertigkeitskomplexen und als Zugabe, der unbeleckte Neuling. [...] Diesem Konflikt opfert Falke einige Konsistenzen in technischer Hinsicht. So gibt es zwar Geräte, die allerlei Dinge beliebig herstellen können und auch technischen Sachverstand ist vorhanden, diese einzusetzen. Am schlechten Gesamtzustand des Schiffes ändert dies jedoch nichts. Hier gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen den beschriebenen Möglichkeiten und ihrer Verwendung.

Insgesamt gesehen ein kurzweiliger Roman, der Stoff für eine Fortsetzung enthält. Ich persönlich fand ihn ausgezeichnet, im Lesezirkel auf sf-netzwerk.de kam er allerdings eher schlecht weg. Aber da sollte sich jeder sein eigenes Bild machen.

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