Dienstag, 25. Februar 2014

TERRA SF 296 - Theodore R. Cogswell : Die Mauer um die Welt


Theodore R. Cogswell : Die Mauer um die Welt (Story-Sammlung)
Terra SF 296, 26.07.1963
Aus dem Amerikanischem von M. Daenner und R. Rose
Titelbild : Karl Stephan

enthält die Stories
Der Generalinspekteur (The Spectre General, 1952)
Invasionsbericht (Invasion Report, 1954)
Die Mauer um die Welt (The Wall around the World, 1953)
Wolfie (Wolfie, 1954)


Dies ist die eine Hälfte der Story-Sammlung "The Wall around the World" von Theodore Cogswell. Die einzige deutsche Ausgabe. Was eine ziemliche Vernachlässigung dieses Autors ist, die Geschichten sind samt und sonders genial.

Das fängt schon mit den Inhalten an. In "The Spectre General" erzählt Cogswell von einer Instandsetzungskompanie des Imperiums, die seit 500 Jahren auf einem unbewohntem Hinterwäldlerplaneten gedrillt wird, inzwischen in x-ter Generation. Dumm nur, daß das Imperium vor 450 Jahren auseinandergefallen ist und der Weltraum von Bürokraten, Verwaltungshengsten, Intriganten und Warlords beherrscht wird.

Oder die Geschichte "Invasion Report", in der eine Horde von Rotznasen sich Pappies Weltraum-Scooter für eine Spritztour nehmen. Sie treffen auf Außerirdische, die, als sie die Erdkinder mit ihren Masterblastern spielen sehen, ganz eingeschüchtert wieder abziehen. Das waren nämlich ET-Kinder, die sich vor den mächtigen Terranern echt gefürchtet haben.

In "Wolfie" versucht der Protagonist, sich die Dienste eines Zauberers zunutze zu machen, um an sein Erbe zu kommen. Dazu lässt er sich mit Wolfsblut aus der Tierklinik und einem Zauber in einen Werwolf verwandeln. Allerdings gab es da in der Tierklinik ein Mißverständnis, er bekam kein Wolfsblut, sondern das Blut von Wolfie, einem verfetteten Pudel ...

Das Ganze ist in einem flüssigem Stil geschrieben, die Charaktere werden samt und sonders detailliert und präzise dargestellt. Ansonsten wäre eine so lyrische Geschichte wie "The Wall around the World" auch sehr schwierig zu lesen, denn diese Story lebt allein von der Stimmung. Insgesamt habe ich mich köstlich amüsiert, bedauerlich, daß in den vergangenen 50 Jahren nichts mehr von diesem Autor in Deutschland veröffentlicht wurde.


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