Mittwoch, 1. Januar 2014

Stefan Burban : Die letzte Bastion



Stefan Burban : Die letzte Bastion
Drizil 01
Atlantis 2013
Titelbild : Allan J. Stark
Hardcover, ca. 280 Seiten, 14,90 €
Paperback 13,90 € / eBook 8,99 €


Die Terranisch-Imperiale Liga führt seit Jahren Krieg gegen die Drizil.

Als die Drizil schließlich eine erfolgreiche Invasion des Sol-Systems durchführen und ihnen nach erbittertem Kampf sogar die Erde in die Hände fällt, scheint alle Hoffnung verloren.

Vielerorts bricht der organisierte Widerstand zusammen.

Lediglich einige wenige, isoliert liegende, menschliche Kolonien entgehen dem Zugriff des Feindes. Eine dieser letzten freien Enklaven der Menschheit ist der abgelegene Planet Perseus - die Heimatbasis der 18. Legion ...
Klappentext

Nach den Romanen um den Ruul-Konflikt beginnt Stefan Burban einen neuen Military SF-Zyklus. Mir persönlich hat dieser Auftaktband gut gefallen. Die zum Leser transportierte Stimmung ist, im Gegensatz zum Ruul-Konflikt, eher deprimiert-melancholisch statt optimistisch, von diesem Stimmungsbild her fühlte ich mich sehr an die Falkayn-Saga von Poul Anderson erinnert.

Dabei wurde in der Diskussion zur neuen Reihe auf SF-Fan bemängelt, daß sich die beiden MilSF-Zyklen von Stefan Burban zu sehr ähneln, daß mit den neuen Romanen sozusagen nur "Ruul 2.0" herausgegeben wird. Guido Latz, der Verleger, sagt auch ganz offen, daß beide Romanserien von Stefan Burban das gleiche Subgenre-Segment bei Atlantis bedienen. Ich persönlich sehe hier nicht so die Ähnlichkeiten beider Zyklen, insbesondere die oben angesprochenen Stimmungsbilder empfinde ich als sehr verschieden voneinander. Von daher sehe ich den neuen Romanen mit Spannung entgegen.

Man kommt allerdings nicht umhin, einen Vergleich zwischen diesem neu gestartetem Zyklus und D9E aus dem Wurdack-Verlag zu ziehen. Die Ausgangssituation ist sehr ähnlich, in beiden Fällen hat ein übermächtiger Angreifer das terranische Imperium zerschlagen und die Erde besetzt. Stefan Burban macht daraus eine sehr dynamische Military SF und stellt die 18. Legion als letzte Bastion der Menschheit dar. Dirk van den Boom dagegen beginnt eher behäbig und lässt das Shared Universum von D9E sich langsam entfalten, seine Helden sind mitnichten alleine. Während die Drizil-Geschichte eher konventionell anmutet, setzt D9E stärker aus den Sense of Wonder, der - so man den nächsten Titeln trauen kann - einen wesentlichen Bestandteil der Hondh-Geschichte ausmachen wird. Es ist wohl Geschmackssache, was einem besser gefällt. Wobei zugegebenermaßen beide Auftaktromane von Martin Kays neuem Roman getoppt werden.

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