Samstag, 4. Januar 2014

Dirk van den Boom : Tentakelblut



Dirk van den Boom : Tentakelblut
Tentakel 05
Atlantis 2013
Titelbild : Allan J. Stark
Hardcover mit Lesebändchen, ca. 240 Seiten, 14,90 €
auch als Paperback und eBook erhältlich


Gibt es wirklich kein Mittel gegen die grausamen Tentakel-Eroberer? Auf der Erde bricht die staatliche Ordnung langsam zusammen und die von den Menschen kontrollierten Gebiete schrumpfen. Einige planen die Flucht, andere müssen sich in Gefangenschaft und Exil behaupten. Nur das Heimatsystem der Allianz scheint gegen jeden Angriff geschützt, ein sicherer Hafen für Flüchtlinge aus der ganzen Galaxis, oft die letzten Überlebenden ganzer Zivilisationen. Doch was ist, wenn auch diese letzte Bastion zu fallen droht? Und was passiert, wenn die Bedrohung durch die Tentakel durch eine viel größere in den Schatten gestellt wird?
Klappentext

Sehr positiv aufgefallen ist mir bei diesem zweitem Band der neuen Tentakel-Trilogie der Sense of Wonder, den Dirk van den Boom hier zum Leser transportiert. Neben klassischen MilSF-Actionszenen zeigt er gerade in den Teilen, die in der Alien-Enklave spielen, eine fantastische Phantastik. Und weg von der einfachen Haudrauf-Geschichte gelingt es ihm mit diesem Band, das Tentakel-Universum viel größer und vielfältiger darzustellen, als man es bisher wahrgenommen hat. Auch die menschliche Gesellschaft auf der Erde wird stärker differenziert als bisher, insgesamt ist dieses Mittelstück einer Trilogie ein echter Höhepunkt der Tentakel-Romane. Ich bin einmal gespannt, wie der dritte Band wird, ob Dirk van den Boom dies noch toppen kann.

Eines sollte man allerdings nicht verschweigen : Die Tentakel-Romane sind Trash, purer Pulp. Dirk van den Boom sagte dazu im Lesezirkel auf SF-Fan :
Die Tentakel sind meine sündige Versuchung. Da darf ich Schwein sein. Und primitiv. Und niveaulos. Und laut. Es ist, gewollt, eine andere Art von Roman und Lektüre. Ich glaube sogar, dass ich die Tentakel immer noch zu anspruchsvoll schreibe.
Zitat DiBoo

Das ist natürlich stark übertrieben, trifft aber im Kern die Sache. Dirk van den Boom lässt hier sein Motto "Echte SF enthält Aliens, Raumschiffe und Sex !" sich selbst bestätigen, alle drei Teile sind in ausreichenden Portionen im Roman enthalten. Und weil es so schön ist bringt der Autor in dieser zweiten Tentakel-Trilogie reihenweise SF-Fan-Foristen um. Wer also im dritten Roman (oder in der dritten Trilogie) verewigt werden möchte, sollte Dirk van den Boom (Forumsnick "DiBoo") auf SF-Fan widersprechen, dann klappt's schon mit dem Sterben. :-)

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