Dienstag, 29. März 2016

TERRA EXTRA 031 - Clark Darlton : Die Zeit ist gegen uns


Clark Darlton : Die Zeit ist gegen uns
Terra Extra 31, 15.11.1963
Neuauflage
Originalausgabe UTOPIA Großband 36 (1956)
Titelbild : Johnny Bruck


Nach Vervollständigung des Photonenantriebes ist es möglich, die Geschwindigkeit des Lichtes zu erreichen und sie - scheinbar - zu überschreiten. Die HUMAN SUCCESS startet mit Kommandant Hammond und vierzig Mann Besatzung, um Alpha Centauri zu erreichen. Man weiß, daß merkwürdige Zeiteffekte eintreten werden, aber man ahnt noch nicht die ganze Wahrheit, die ihr Schicksal grundlegend beeinflussen soll.

Unvorbereitet stehen diese Menschen plötzlich einer Situation gegenüber, die sie mit Entsetzen erfüllen muß, denn sie versperrt ihnen die Rückkehr zur Erde. Wird es ihr Schicksal sein, ein Leben lang hinter der verschollenen Menschheit herzujagen, die sie in der Zeit überholte?

Ein Roman der atemlosen Spannung und vieler unbeantworteter Fragen. Ein Roman, der Probleme aufwirft, ohne sie lösen zu wollen. Der bisher beste Roman von Clark Darlton.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs (1964)

Den Roman habe ich erst letztens gelesen, und zwar in der gelungenen Hardcover-Ausgabe des HJB-Verlags : Link. Die ist auch schon wieder zwanzig Jahre alt, aber aufgrund des gelungenen Nachworts von Gert Rottenecker bisher die beste Ausgabe eines solchen klassischen Romans, die ich kenne. Die Geschichte selbst hat ihre Macken, die Physik verlässt zwei-, dreimal den Raum, aber insgesamt bietet "Die Zeit ist gegen uns" einen Plot, der damals wie heute selten ist. Gert Rottenecker fasst dies sehr schön zusammen : >>In "Die Zeit ist gegen uns" fällt kein einziger Schuß, wird auch niemand anderweitig getötet, kommt es weder zu tragischen Mißverständnissen mit irgendwelchen Aliens, noch zu einer Meuterei an Bord der HUMAN SUCCESS, als die irdischen Raumfahrer erfahren, daß sie im wahrsten Sinne des Wortes ihre Zeit verloren haben.<< Dieser Darltonsche Stil macht die frühen Romane von Walter Ernsting zu etwas Besonderem, etwas, das eine ganze Generation von SF-Lesern geprägt hat. Und es wäre schön, würde dies heutzutage, 60 Jahre später, jemand wieder aufnehmen.

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