Samstag, 12. März 2016

TERRA EXTRA 022 - Clark Darlton : Planet Lerks III


Clark Darlton : Planet Lerks III
Terra Extra 22, 05.07.1963
Neuauflage
Originalausgabe UTOPIA Großband 61 (1957)
Titelbild : Johnny Bruck


Als Kal Mentor, Wissenschaftler der Treeks, entdeckt, daß Lerks, eine der benachbarten Sonnen, Planeten besitzt, hält es ihn nicht länger. Zusammen mit Ras Khan, seinem Freund und Assistenten, verläßt er mit dem längst einsatzbereiten ersten Sternenschiff den Heimatplaneten Helo II und steuert das Lerks-System an. Die beiden Wissenschaftler setzen ihr gesichertes Dasein aufs Spiel. Sie lockt das Abenteuer in Weltenfernen und der Kontakt mit fremden Intelligenzen. Sie ahnen nicht, daß Kampf und Tod sie am Ziel ihres Fluges erwarten. Denn Lerks III ist ein Planet des Krieges.
Klappentext der Darlton-Werkausgabe

Lerks III ist natürlich die Erde, wie könnte es auch anderes sein. Der Roman wäre ein recht simples "Seid nett zueinander", wären da nicht zwei Details, die ihn über das allgemeine Wischiwaschi hervorheben.

Erstens stellt sich Walter Ernsting ganz klar auf den Standpunkt "Live free or die". Explizit sagt er, daß eine befriedete Welt, in der jeder seinen Platz zugewiesen bekommt und niemand wirklich frei ist, nicht wirklich gut sein kann und die Menschen dort unglücklich sind. Ebenso wie auf der Erde, auf der das gegenseitige Mißtrauen zu absurden Verwicklungen führt. Eine sehr naive Schilderung der Dinge - aber ist das wirklich nur naiv ? Oder eher hochgradig idealistisch ?

Ich glaube, diese beiden, miteinander in Einklang stehenden Beschreibungen von Clark Darlton / Walter Ernstings Romanen haben im Fandom zu erheblichen Ärgernissen und Mißverständnissen geführt. Natürlich ist beispielsweise die vorliegende Geschichte naiv, aber eher im positiven Sinn von "idealistisch, tatsächliche RL-Probleme ignorierend, um einen Standpunkt darzustellen". Das ist mir schon bei diversen Darlton-Romanen aufgefallen, bei der PR-Serie ist es etwa die Einführung von Gucky, die diese Ernstingsche Lebenseinstellung zum Ausdruck bringt. Ich persönlich mag Darltons alte Romane, auch und gerade im Kontrast zu den wesentlich weniger positiv gezeichneten Scheerschen Figuren. Und mit dieser Einstellung besorge ich mir jetzt einmal das TCE-Buch zum Tod von Clark Darlton, das Klaus N. Frick die Zornesröte ins Gesicht getrieben hat.

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