Sonntag, 13. März 2016

TERRA EXTRA 023 - Jack Williamson : Schutzfeld über Amerika



Jack Williamson : Schutzfeld über Amerika (Dome around America)
Terra Extra 23, 19.07.1963
Neuauflage der Leihbuchausgabe von 1963
Originalausgabe ACE Doubles (1955)
Deutsche Erstausgabe UTOPIA Großband 61 (1956)
Aus dem Amerikanischen von Walter Ernsting
Titelbild : Johnny Bruck


Das Schutzfeld, welches über dem ganzen Kontinent lag, war vollkommen unsichtbar, und doch konnte Barry Shane die unsichtbare Wand nicht durchdringen. Jenseits des Feldes lagen Dinge, die ihn tief erschütterten. Sie waren braun, vertrocknet und tot, hingestreckt auf verblichenem Gras. Erst nach einiger Zeit stellte er fest, daß es die Leichen von Männern und Frauen waren, von Kindern und Maultieren. Eine braune, verkrampfte Hand hielt noch eine Zeitung umkrampft. Der Himmel draußen war schwarz, denn es gab jenseits des Ringes keine Luft mehr.

Er erinnerte sich, daß vor langer, langer Zeit ein großes Unglück die Erde heimgesucht hatte. Die alten Überlieferungen berichteten vom Einbruch einer toten Sonne in die Atmosphäre der Erde. Nur einen geringen Teil der Menschheit hatte die Erfindung eines Mannes vor dem Verderben retten können. Doch auch dieser Erfindung, dem Schutzfeld, drohte nun Gefahr. Noch hatte man nicht erkannt, wie dicht auch der Rest der Menschheit vor dem Untergang stand, aber schon bald würden die ersten Vorzeichen auch auf dieser einsamen Insel sichtbar werden.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs

Eine Naturkatastrophe hat die Erde ihrer Atmosphäre und Meere beraubt. Nur ein Teil der Erdbevölkerung überlebte diesen Weltuntergang innerhalb einer durchsichtigen Energiebarriere, die sich wie eine schützende Glocke über einen ganzen Kontinent mit den daran angrenzenden Meeren gelegt hat.

Jenseits des Rings, wo tagsüber das Sonnenlicht und die Strahlen des Weltraums ungehindert einfallen können und wo des Nachts die eisige Kälte des leeren Raumes herrscht, liegen die ausgetrockneten Betten der Meere, und stumme Zeugen geben Kunde von der gewaltigen Katastrophe, die die Erde heimgesucht hat. Jahre sind seit diesem zerstörenden Naturereignis vergangen, als Barry Shane, ein junger Offizier der Ring-Patrouille, jenseits der durchsichtigen Barriere Leben entdeckt. Es gelingt dem jungen Offizier, einen Eindringling gefangen zu nehmen. Von ihm erfährt er, daß jenseits des schützenden Rings Menschen in Kuppelstädten leben, die jedoch dem Untergang geweiht seien, da es ihnen an Wasser fehle. Seine Aufgabe sei es, den Ring-Generator zu vernichten, der die Barriere aufrecht erhält und das kostbare Wasser vor dem Ausströmen hindert.

Shane fliegt in der Maschine des Hauptmanns Clayton, wie der Eindringling heißt, in die Welt jenseits des Rings und erlebt dort eine Reihe von außergewöhnlich spannenden Abenteuern. Er trifft mit den gefährlichen Männern des Schwarzen Sterns zusammen, die den Untergang des Landes hinter der Barriere beschlossen haben, und lernt Atlantis Lee kennen, die nicht die Zerstörung des Rings, sondern einen friedlichen Austausch der Naturprodukte zwischen den beiden Nationen wünscht.

Der Roman erreicht seinen Höhepunkt, als der vor Jahren durch die Katastrophe aus seiner Bahn gerissene Mond aus dem All wieder zurückkehrt und auf die Erde zu stürzen droht. Wird es Barry Shane mit Hilfe seiner Freunde und früheren Feinde gelingen, das drohende Unheil abzuwenden und der Erde eine neue Chance zu geben?
Klappentext des UTOPIA-Großbands

It's really silly stuff, with not much in the way of redeeming values. The science is nonsensical. The resolution is just plain wholly unbelievable. The story itself moves nicely enough -- Williamson was too much the pro to fail to tell a solid story scene by scene. But all in all it is a fairly prime example of why routine 1940s SF is generally unmemorable.
Richard Horton

Soweit würde ich nicht gehen, aber die Story an sich hat schon einen gehörigen Touch von Science Fantasy. Ich persönlich mag sie allerdings, insbesondere weil ich sie in meiner Jugend, vor etwa 40 Jahren, das erste Mal gelesen habe. Und während heutzutage Dystopien gang und gäbe sind, war dies meine erste echte Begegnung mit einer "realistischen" Post-Doomsday-Erzählung.

Die Ace Double-Ausgabe von 1955 ist die Langfassung einer Novelle von 1941 : Gateway to Paradise. Wer hier das Original lesen will, dem seien die Haffner-Ausgaben empfohlen.

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