Montag, 28. März 2016

TERRA EXTRA 030 - Jack Williamson : Die Zeitlegion


Jack Williamson : Die Zeitlegion (Legion of Time)
Terra Extra 30, 01.11.1963
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe UTOPIA Großband 65 (1958)
Originalausgabe ASTOUNDING 05-07.1938
Aus dem Amerikanischen von Walter Ernsting
Titelbild 1. Auflage: Johnny Bruck


Der Student Dennis Lanning erhält Besuch aus der Zeit und wird hineingerissen in den Kampf zweier weit in der Zukunft liegender Reiche. Nur eines kann Wirklichkeit werden - falls in ferner Vergangenheit das richtige Ereignis eintritt.Lanning stellt sich an die Seite der lieblichen Lethonee aus dem wunderbaren Jonbar und tritt der Zeitlegion bei, einer Gruppe wagemutiger Männer, die im Augenblick ihres Todes von einer Zeitmaschine gerettet wurden. Die Legion eilt durch Zeit und Raum und ficht einen fast aussichtslosen Kampf gegen die Kräfte des Bösen, damit die Geschichte den richtigen Verlauf nimmt. Denn das verderbte Reich von Gyronchee und seine Herrscherin, die dämonisch-schöne Sorainya, dürfen niemals Realität werden.
Klappentext UTOPIA

The Legion of Time erschien zuerst 1938 als Fortsetzungsserie in Astounding. Die Handlung der Geschichte ist zwar philosophisch völlig belanglos, aber trotzdem eine wahre Wonne.
Brian W. Aldiss : Der Millionen-Jahre-Traum (BLB 24002, 1980)

Jack Williamson fabuliert hier wieder einmal in wildester Science Fantasy-Manier vor sich hin. Neben wunderschönen Frauen - die allerdings mehr oder minder Staffage für die heldenhaften Aktionen des Protagonisten bilden - sind Weltraummonster ebenso wie die Physik einer weit entfernten Parallelwelt präsent. Und trotzdem ist dieser Roman bemerkenswert. Denn Jack Williamson führt hier den Begriff des Jonbar Points ein, ein Verzweigungspunkt von Möglichkeitswelten, der bis heute im Rahmen der Zeittheorie und Alternate History ein feststehender Ausdruck ist. Die Gedankenexperimente der Historiker für alternative Geschichtsverläufe basieren ebenfalls auf diesem 1938 von Jack Williamson entwickeltem Konzept. Von daher lohnt es sich, diesen Roman auch heute noch zu lesen und John Barr (!) bei seinen Entscheidungen zu beobachten.

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