Montag, 7. November 2016

TERRA EXTRA 147 - Kurt Mahr : Die Milliardenstadt

Kurt Mahr : Die Milliardenstadt
Terra Extra 147, 16.06.1967
Neuauflage
Originalausgabe Terra Sonderband 44, 1961
Titelbild : Johnny Bruck


Jahrtausende sind seit dem Tag vergangen, da der Nonexistentialismus mit seiner Forderung des Verzichts auf jeden Fortschritt zur Staatsdoktrin erhoben wurde. Seit dieser Zeit gibt es weder Wissenschaft noch Forschung. Alles stagniert, und die Menschheit scheint unaufhaltsam dem Untergang entgegenzusteuern. Da greift der junge Egan-Egan, ein Mitglied der verachteten vierten Kaste der Milliardenstadt, in das Geschehen ein. Er trägt Unruhe unter seine Mitmenschen, denn er strebt nach Wissen. Er lehnt das Erbe der Ahnen kennen und setzt es ein, um die Menschheit aus dem Dunkel der Unwissenheit wieder an das Licht der Erkenntnis zu führen.
Klappentext UTOPIA CLASSICS

Erst vor kurzem in der Originalausgabe gelesen. Ein mehr als fünfzig Jahre alter Roman, der die von Erderwärmungsgläubigen, Chemtrail-Fanatikern und AKW-nee-Faschisten hervorgerufene Stagnation des 21. Jahrhunderts präzise beschreibt. Wissen bzw. alleine der Drang danach war eben schon immer suspekt, ganz im Gegensatz zu absurden religiösen Glaubenssätzen. Aus diesem Grund immer noch lesbar und empfehlenswert, wenngleich ich den Optimismus des jungen Kurt Mahr nicht (mehr) teilen kann.

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