Samstag, 29. März 2014

TERRA SF 301 - Kurt Brand : Kolumbus der Milchstraßen



Kurt Brand : Kolumbus der Milchstraßen
Weltraumreporter 02
Terra SF 301, 30.08.1963
Originalausgabe
Titelbild : Karl Stephan


"Kolumbus der Michstrassen" beginnt mit der Ermordung von Pronc Lohtt, dem Kolumbus der Milchstrassen. [...] Kurz nach seiner Rückkehr wird dieser Pionier des Alls [also] vom Leben in den Tod gebracht. Doch dann stellt sich heraus, dass anscheinend nur ein ausserirdischer Doppelgänger missbraucht worden ist und der Flug in die Nachbargalaxis wahrscheinlich nie stattgefunden hat. Bei seiner Recherche findet Yal eine galaktische Verschwörung vor. Die Täter finden den Weltraumreporter lästig und anstatt ihn gleich zu ermorden, betäuben sie ihn und stecken ihn in ein kleines Raumschiff, das sie auf einen Kurs auf Nimmerwiedersehen programmieren. Erst freundliche Ausserirdische finden und helfen dem Einsamen des Alls und senden ihn zurück auf die Erde, wo er rechtzeitig ankommt, um die Verschwörung aufzudecken, sich einen weiteren Orden zu verdienen, einen neuen geheimen Tatsachenbericht zu schreiben und schliesslich sogar eine tapfere Gruppe von Weltraumreportern -schlagkräftig und couragiert- als eine Art schreibmaschinenbewaffnete Task Force in das Zentrum des Geschehen zu geleiten.
Aus der Rezension von Thomas Harbach auf SF Radio (unbedingt lesenswert)


Da ist er wieder : Yal, der Weltraumreporter in Action. Eine herrliche Klamotte, absolut chaotisch und witzig erzählt, man merkt, daß Kurt Brand sich hier von der Story hat mitreißen lassen. Der Zufall feiert noch stärkere Triumphe als in "Der Ewige", als Leser wartet man gespannt auf den nächsten überdrehten Einfall.

Wie Thomas Harbach in seinem Kommentar so treffend anmerkt, haben die Geschichten um Yal, den Weltraumreporter, so gar nicht rhodaneskes. Tatsächlich nimmt Kurt Brand in diesen Romanen die Ernsthaftigkeit eines Karl-Herbert Scheer kräftig auf die Schippe. Man merkt, daß Brand eine gänzlich andere Lebenseinstellung hatte. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum es bei PR zum Krach kam, der mit Brands Weggang endete. Andererseits habe ich bei der von Kurt Brand initiierten Serie "Ren Dhark" dieses Chaotische vermisst, ich empfand sie nicht wesentlich von "Perry Rhodan" verschieden. Was schade ist, den für den "Weltraumreporter" kann ich mich auch heute noch, beim vierten, fünften Lesen, immer wieder begeistern.

Yal, der Weltraumreporter
Teil 01 : Der Ewige

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