Donnerstag, 30. Oktober 2014

Tanya Huff : Wilde Wege



Tanya Huff : Wilde Wege (Wild Ways)
Die Hexen-Chroniken 2
Feder & Schwert 2014
Deutsche Erstausgabe
Originalausgabe 2011
Taschenbuch, 384 Seiten, 13,99 €
ISBN 978-3-86762-208-0


Alysha Gales Base Charlotte ist mit wilder Magie geboren – sie gebietet über ungebändigte magische Kräfte, die nicht nach den Regeln der herkömmlichen Hexerei funktionieren. Im Kampf gegen Ölbohrungen vor der Küste tut sie sich mit einer Selkie-Familie zusammen. Doch der Ölkonzern hat seinerseits ein mächtiges Mitglied der Familie Gale verpflichtet: die gefürchtete Tante Catherine, die den Selkies die Robbenkleider stehlen soll. Um sie zu besiegen, muss Charlotte lernen, was es bei den Gales wirklich bedeutet, wild geboren zu sein.
Klappentext

Nicht wirklich ihr bester Roman. Der Nachfolgeband zu Der Hexenladen hat als zentrale Protagonistin Charlie, eine Musik-Magierin. Und so dreht sich auch das ganze Buch um Musik, obwohl sich am Ende herausstellt, daß es eben nicht die Musik ist, mittels der Charlie Magie wirken kann. Dieses Durchbrechen eines in sich konsistenten Magie-Systems zugunsten einer Deus-ex-machina-Funktionalität fand ich störend.

Auch ist der Roman deutlich weniger humorvoll als ihre bisherigen Werke. Er ist zwar nicht schlecht geschrieben und ich habe das Lesen schon genossen, aber in der Rückschau empfinde ich ihn als verbissen, so als müsste ein Termin eingehalten werden, ohne daß die Inspiration wirklich zuschlägt. Auch die Rolle der Frau, die in den anderen Romanen, die ich von Tanya Huff kenne, als gleichberechtigt gezeichnet wird, ist für mein Empfinden in diesem Roman verkrampft dargestellt. Das beginnt mit der Homosexualität von Charlie, geht über die inzestuösen Beziehungen der Gales bis hin zu den plakativ und wenig differenziert dargestellten Selkies.

Auch das grundlegende Thema, der Kampf von Umweltschützern gegen die Industrie, hier Ölkonzerne, ist wenig detailliert ausgeführt und bleibt bei einem einfachem Schwarz-Weiß-Schema. Da hätte man mehr daraus machen können, so bleibt es bei einem netten, aber wenig bedeutendem Roman.

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