Montag, 24. Juni 2013

William Swears : Zookland


William Swears : Zookland
Atlantis 2012 (Originalausgabe)
Aus dem Amerikanischem von Dirk van den Boom
Hardcover mit Lesebändchen, ca. 270 Seiten, 14,90 €
alternativ gibt es eine Paperback-Ausgabe für 13,90 €


Die Welt in nicht allzu ferner Zukunft: Eine Seuche, deren Ursprung nicht bekannt ist, hat die Erde in bewohnbare und von Militäreinheiten sowie privaten Sicherheitsfirmen beschützte Regionen und solche verwandelt, in denen zombieähnliche Wesen, Zooks, befallene Menschen, leben und jagen. Obgleich die Erde kurz vor dem Abgrund stand, hat sich ein gewisses Machtgleichgewicht zwischen Zookland und den von Menschen bewohnten Gebieten etabliert - doch jetzt zeigen die Zooks neue Verhaltensweisen und Politiker versuchen, die Krise für ihre eigenen Zwecke auszunutzen. Gary und Jake, die beiden Partner der privaten Zookjägerfirma Seraglio, erhalten den Auftrag, für ein Konsortium reicher Investoren die erste Freilandreinigung seit Jahrzehnten durchzuführen: Ein Golfplatz soll von den Zooks gereinigt und nutzbar gemacht werden. Was wie die hoffnungsvolle Wiederinbesitznahme eines großen Stücks Landes nach vielen Jahren des Rückzugs in hermetisch abgeschlossene Siedlungen beginnt, endet jedoch in einer Katastrophe.
Klappentext

Horror hat mir schon immer am besten gefallen, wenn die Geschichte nicht-trivial war und starke Science Fiction- oder Fantasy-Tendenzen hatte. So finde ich den originalen "Zombie" (Dawn of the Dead), für den ich mich damals sogar ins Kino schleifen lies, auch beim Wiedersehen vor ein paar Jahren immer noch gelungen. Die Ekel-Szenen werden motiviert und nicht um des Gänsehaut-Effekts allein im Film gezeigt. Ganz anders meiner persönlichen Einschätzung nach beim Remake, das ich einfach nur langweilig fand.

"Zookland" entspricht den originalen Zombie-Filmen, nur daß hier der Science-Anteil deutlich höher ist. Ich fand den Roman diesbezüglich eher vergleichbar mit "The Last Man on Earth" und dem "Omega-Mann" als mit George Romeros Horror. Inhaltlich und stilistisch ist die Hommage an "Dawn of the Dead" jedoch unverkennbar, auch Einflüsse aus "The Walking Dead" sind ebenfalls deutlich sichtbar. Ihren Charme entwickelt die Geschichte aus diesen offensichtlichen Vorläufern in Zusammenhang mit einem nicht-trivialem Plot und vielschichtigen Charakteren. Daß sich am Ende herausstellt, daß die eigentlichen Monster "normale" Menschen sind, ist im Hinblick auf die kritische Sicht auf die amerikanische Gesellschaft, die den gesamten Roman durchzieht, nur folgerichtig. Der Altnazi-Twist auf den letzten Seiten ist nach einem spannendem Roman ein amüsantes Tüpfelchen auf dem i.


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