Dienstag, 6. November 2012

Dan Abnett : Eisenhorn


Sammelband

Dan Abnett : Eisenhorn
Xenos / Malleus / Hereticus
Aus dem Englischem von Christian Jentzsch
Originalausgaben 2001-2002, Deutsche Erstausgaben 2008
Heyne-Taschenbuch, 400-450 Seiten, 7,95 €
Leseprobe Malleus
Leseprobe Hereticus


Die Inquisition – gefürchtet, gehasst und gefährlich. Sie wacht über das Imperium der Menschheit im 41. Jahrtausend und stürmt wie ein rächender Schatten gegen die finsteren Mächte des Chaos. Inquisitor Gregor Eisenhorn ist einer ihrer loyalsten Diener – bis er ein Rätsel lösen muss, das ihn in die Grenzbereiche zwischen Gut und Böse führt …
Klappentext des Sammelbands

Langsam verstehe ich, warum Dan Abnett nur im W40K-Universum schreibt. Die Romane um den Inquisitor Gregor Eisenhorn und seine Truppe sind nämlich keine W40K-spezifischen, sondern reinrassige SF-Krimis, die prinzipiell in jedem beliebigem Universum hätten spielen können. Dadurch, daß Abnett aber den allseits bekannten Hintergrund des Imperiums der Menschheit im 40. Jahrtausend nutzt, erspart er sich das World Building und kann sich stärker auf die Story und die Charaktere fokussieren. Dies kommt den Romanen insgesamt sehr zu Gute.

Mir persönlich sind beim Lesen dieser als auch der nachfolgenden Romane um Gideon Ravenor sofort Filme bzw. Schauspieler vor dem geistigem Auge erschienen. Die Eisenhorn-Romane haben bei mir den Eindruck einer Mixtur aus Humphrey Bogart im klassischem Film Noir und Bruce Willis im "Die Hard"-Franchise hervorgerufen. Ich finde, die Geschichten haben etwas von der Bogartschen Coolness und der körperbetonten Action eines etwas älteren Willis etwa aus "Die Hard 4". Und bei dem Ablauf der einzelnen Handlungen fühle ich mich sehr stark an Chandlers Geschichten erinnert. Nichts ist wirklich so, wie es offensichtlich zu sein scheint und irgendwo lauert doch immer eine überraschende Wendung – die der Protagonist aber cool unter Kontrolle hat. Mir hat diese Gemengelage jedenfalls viel Spaß gemacht und mich voll motiviert, den Nachfolger "Ravenor" gleich hinterherzuschieben.

Falls dies hier zufällig von einem Mitarbeiter des Heyne-Verlags gelesen wird : So gut und ausführlich die Präsentation der lieferbaren Bücher des "Warhammer 40.000"-Zyklus auch ist, so nervt es doch ein bißchen, wenn (kurzzeitig) nicht mehr lieferbare Bücher sofort auch nicht mehr angezeigt werden. Rein aus dokumentarischen Gründen würde ich mir doch ein längeres "Verfallsdatum" der Romanseiten wünschen. Und sei es nur, um auf die dort vorhandenen Leseproben zu verweisen.

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