Sonntag, 1. Juni 2014

TERRA SF 320 - Kurt Mahr : Das letzte Raumschiff


Kurt Mahr : Das letzte Raumschiff
Der lange Weg zur Erde 02
Terra SF 320, 27.12.1963
Originalausgabe
Nachdruck als TERRA ASTRA 348 (05/1978)
Titelbild : Karl Stephan


Jahrhundertelang sind die Menschen friedlich in den Weltraum vorgestoßen und haben fremde Planeten besiedelt. Doch dann, zu Beginn des 34. Jahrhunderts terranischer Zeitrechnung, stößt die Besatzung eines terranischen Forschungsschiffs auf einen Gegner, der den Menschen technologisch weit überlegen ist. Mit ihren unvorstellbaren Mitteln erzeugen die Fremden eine künstliche Dunkelwolke, die weder Raumflüge noch Funkverkehr zuläßt - und die weit verstreuten Menschenwelten versinken in der endlosen Nacht einer langen Phase der Isolation.

Als sich Jahrtausende später die Dunkelwolke allmählich aufzulösen beginnt, ist das Reich der Menschen in unzählige Splitterwelten zerfallen, deren Bewohner sich längst nicht mehr an die einstige Urheimat der Menschen erinnern können. Ebensowenig, wie sie die Raumschiffe und andere technische Gerätschaften verstehen können, die sie seit Urzeiten benutzen. Erst auf den Hinweis eines geheimnisvollen Fremden macht sich eine kleine Gruppe von Menschen auf den langen Weg zur Erde - doch dieser Weg ist voller Überraschungen und Gefahren...
Klappentext der BLITZ-Buchausgabe von 1998


Sie suchen die Urheimat der Menschheit, die Legende geworden ist — und finden das letzte Raumschiff.
Teaser TERRA

Ein Fremder enthüllt die Wahrheit – und 11 Midaner beginnen ihre interstellare Mission.
Teaser TERRA ASTRA

Der zweite Roman des Zyklus "Der lange Weg zur Erde". Er spielt 15.000 Jahre nach dem ersten Band. Die Menschheit ist auf viele verschiedene Planeten verstreut, die untereinander nur eingeschränkten Kontakt haben. Warlords sind zu Herrschern von Planeten und Planetensystemen aufgestiegen, Herrscher-Dynastien haben sich begründet. Die Technolgie ist extrem heterogen, überlichtschnelle Raumschiffe existieren neben Autos mit primitiven Verbennungsmotoren und Karbidlampen.

Als der Diktator eines nahegelegenen Systems sich den demokratisch regierten Planeten Midas unter den Nagel reissen will, formiert sich Widerstand. Aber zu spät, die Widerständler werden zum Großteil verhaftet und über Midas das Kriegsrecht ausgerufen. Nur 11 Midaner können den Verfolgungen entkommen und versuchen, den Widerstand gegen die drohende Annexion ihres Planeten direkt zum Feind hinzutragen. Sie fliehen zum Planeten Dafnell und versuchen dort, den Diktator zu stürzen. Stattdessen treffen die Midaner auf einen geheimnisvollenb Außerirdischen, der ihnen Teile der menschlichen Geschichte der letzten Jahrtausende und den Standort eines uralten Raumschiffs verrät. Die Midaner fliehen mit diesem Raumschiff.

Auf Heftroman-Ebene abgehandelt sind die Parallelen zur aktuellen Situation in der Ukraine überdeutlich. Wenn ich auch sicher bin, daß die Situation keinesfalls so einfach und so schwarz/weiß ist, wie Kurt Mahr sie hier in einer fiktiven Umgebung schildert, stellt dieser Roman doch einen ganz klaren Standpunkt dar, der in einem halben Jahrhundert nichts an seiner Aktualität verloren hat. Die politische Sichtweise von Kurt Mahr mag sehr einfach, seine Lösungen irreal und sein Standpunkt naiv sein – aber im Gegensatz zur heutigen deutschen SF hat er klare, idealistische Sichtweisen vertreten, die man als denkender Mensch unbeschränkt teilen muß. Heutzutage fehlen mir solche eindeutigen Positionierungen.

Natürlich darf man auch diesen Roman nicht unkritisch lesen, der Zufälle sind es doch etwas zu viele und genau genommen ist auch der zweite Teil des "Langen Wegs zur Erde" eine naive Space Opera. Aber es steckt eben mehr in diesem Mahrschem Trivialroman als nur einfache Ballerei und Raumschiffgetümmel, das Medium SF ist dem Autor nur Mittel zum Zweck. Und damit befindet er sich in guter Gesellschaft.

Samstag, 31. Mai 2014

Für eine Handvoll Groschen ...



Achim Schnurrer kenne ich aus diversen, exzellent recherchierten Artikeln und Artikelserien im Magazin phantastisch!. Jeden seiner Artikel habe ich mit Genuß gelesen und unheimlich viel gelernt, selbst bei Gebieten, in denen ich mich relativ gut auskenne. Für Fans gerade der frühen deutschen SF dürfte sein Artikel "Für ein paar Groschen ... - Science-Fiction in gewerblichen Leihbüchereien" höchst interessant sein. PR-Fans sollten diesen Aufsatz sogar kennen, er wurde 2004 als Artikelreihe in "Perry Rhodan" veröffentlicht. Wer keine Lust hat, in den alten Heften zu kramen, kann ihn auf sf-leihbuch.de nachlesen : Link. 2012 hat Achim Schnurrer den Artikel nochmals überarbeitet (?) veröffentlicht, einen kostenlosen Download des Magazins "Film und Buch" findet man hier. Viel Spaß bei der Lektüre. :-)



Freitag, 30. Mai 2014

Wasserstand - zum zweiten

Im Mai hat sich hier im Blog nicht viel getan. Das hatte mehrere Gründe, hauptsächlich aber den, daß ich beruflichen Streß habe. Im nächsten Monat geht's wieder auf Achse, 6 Tage die Woche Frankfurt. [Mann, bin ich begeistert.] Und da werde ich wieder ganz ordentlich - ja eigentlich sogar ziemlich spießig - abends im Hotel entspannt lesen und meine Kommentare vorbereiten.

War aber nicht der einzige Grund, ansonsten habe ich nämlich meine SF-Sammlung komplettiert und unter anderem diverse neue TERRA- und UTOPIA-Hefte gekauft. Das wollte alles katalogisiert, einsortiert und aufgeräumt werden, war auch 'ne Heidenarbeit. Insbesondere habe ich dann auch gleich bei meinen HEYNE-Taschenbüchern die längst fällige Inventur gemacht und meine elektronische SF-Bibliothek bis Band 6000 erweitert. Nicht das irgendjemand jetzt glaubt, ich wäre dem eBook-Reader verfallen, ich meine damit nur meinen Katalog. Den Heyne-Teil stelle ich dann demnächst unter "Verlagslisten" zum Download zur Verfügung.

Ausgemistet habe ich auch, unter roi*danton verkaufe ich die DVDs, Taschenbücher und Romanhefte, die ich nicht mehr brauche, bei eBay. Bis auf wenige Ausnahmen mit 1,- € Startpreis, Hauptsache, ich kriege hier wieder ein bißchen Platz. Denn der wird langsam kritisch, es quillt aus allen Ecken und Enden. Was auch daran liegen könnte, daß ich nicht der Einzige bin, der in dieser Familie liest und Filme guckt. Meine Frau liest zwar auch SF&F, konzentriert sich aber mehr im Krimi-Genre. Junior liest wenig, dafür hört er mit Begeisterung Hörspiele. [N.B.: Kompliment an INTERPLANAR, die neuen Mark-Brandis-Jugendabenteur sind, da sind sich Junior und die Beste Ehefrau von Allen einig, wirklich gelungen.] Aber alle gucken wir gerne DVDs, hauptsächlich Serien. Naja, und das Alles will irgendwie untergebracht werden. Da kommen dann schon etliche laufende Regalmeter zusammen, selbst wenn man die Bücher doppelreihig stellt.

Ich wollte eigentlich schon letzte Woche wieder regelmäßig hier etwas posten, aber der Tod von Andreas Kuschke hat mich da doch ziemlich aus der Bahn geworfen. Andreas, besser bekannt als "Jaktusch", war ein Jury-Mitglied beim DSFP, ruhig, besonnen, einer der Webmaster des SF-Netzwerks. Ich kannte ihn nicht persönlich, nur digital. Aber seine Meinungen und Kommentare zu den Romanen und Kurzgeschichten, die wir in den letzten Jahren durchdiskutiert haben, waren mir immer wichtig. Und dann komme ich eines Morgens ins Forum und lese "Andreas Kuschke (1949-2014)". Ich habe sofort geschaltet, konnte es aber im ersten Moment nicht wirklich glauben. Und ich bin jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, immer noch schockiert und kurz vor der Wassergrenze. Ad Astra, Jaktusch.

In den nächsten Tagen (ich muß mich selbst von diesem Thema ablenken, geht mir echt nahe) kommen hier im Blog diverse TERRA-Kommentare online, zunächst noch aus dem 300er-Bereich, später dann welche, die ich nachgekauft habe, von 004 bis Ende der 200er. Zwischendurch - je nachdem, wieviel ich ansonsten schaffe, will ich noch ein paar andere Rezensionen hier posten, da sind einige schöne Sachen wieder bei mir reingekommen, auch aus diesem Jahrtausend. Viel Spaß dabei.

Donnerstag, 1. Mai 2014

TERRA SF inside - Sternenvogels Grauen

Auf der LKS zu Heft 307, dem Roman "Wenn das Grauen kommt" von Alan E. Nourse, äußert sich die Redaktion vorsorglich schon zu den ungewohnten Aspekten des Romans. Denn offenbar gab es einige extreme Kritiken zu Jürgen vom Scheidts "Sternenvogel" :

TERRA SF 319 - Victor Jadom : Kontrakte vom Xorul


Victor Jadom : Kontrakte vom Xorul
Terra SF 319, 20.12.1963
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Die Xorulmädchen sind solange ein gutes Geschäft für sie, bis ein Raumoffizier den geheimnisvollen Fremden begegnet...
Teaser auf SF-Hefte

Passend zum Tag der Arbeit ist heute dieser Roman in meiner TERRA-Besprechungsreihe dran. Auf Xorul wurde eine menschenähnliche eingeborene Rasse entdeckt, deren technologische Entwicklung etwa auf Steinzeit-Niveau ist. Mit juristischen Winkelzügen wurde von der Erdregierung das Anheuern der Frauen als Hausdienerinnen genehmigt. Diverse Konzerne trafen mit den Häuptlingen Absprachen, nach denen die Frauen sich entweder für 10 Jahre dienstverpflichten oder vom Stammeshäuptling umgebracht werden. In Raumschiffen, die mehreren tausend angehenden Dienerinnen Platz bieten, holen sich die Konzerne ihre kostbare Fracht ab. Und lassen sich durch nichts vom Weg abbringen, als der Funker Hal Mervin auf einem solchem Seelenverkäufer den Notruf eines anderen Raumschiffs auffängt, wird er zur Schleuse rausgeworfen, um den Umsatz nicht zu gefährden. Doch er traf auf eine uralte Rasse, die ihn rettete. Sie wollten ihn als menschliches Exemplar studieren, eine Nebenwirkung war allerdings die Entwicklung telepathischer Fähigkeiten. Die Fremden bringen ihn in Rekordzeit zur Erde und mit Mutterwitz und Intelligenz sorgt Hal Mervin dafür, daß die Verantwortlichen bestraft werden.

Eine Standard-Geschichte, allerdings ziemlich gut erzählt. Victor Jadom scheint ein One-Hit-Wonder gewesen zu sein, mehr als dieser Roman ist im Netz über ihn nicht zu finden. Was mich etwas wundert, denn hier wir die SF im positivsten Sinne gebraucht. Victor Jadom schreibt gegen das menschenverachtende Gehabe von Managern aller Stufen an, ein Thema, das bedauerlicherweise seit mehr als einem halben Jahrhundert nichts an Aktualität verloren hat. Juristische Kniffe und semantische Spielereien führen dazu, daß Menschen bzw. menschenähnliche Außerirdische als Sklaven mißbraucht werden. Was auch eigentlich jedem klar ist, aber niemand tut etwas dagegen. Das erinnert mich ziemlich stark das heutige Deutschland, in dem Sklavenarbeit (Leiharbeit) bei Ingenieuren und neuerdings auch im IT-Bereich von einem gewissem Unternehmen innerhalb Deutschlands unter dem Mantel der Prozeßoptimierung des Einkaufs verkauft wird.

Das Schöne an diesem, über 50 Jahre altem Roman ist die Auflösung des Problems. Sehr realistisch stellt der Autor dar, daß gar keine gewalttätigen Aktionen notwendig sind, sondern sich die Konzerne selber durch ihre Gier und ihr Desinteresse an gesellschaftlichen Werten und Normen ihr eigenes Grab graben. Das Einzige, das man wirklich braucht, um diesen Prozess zu beschleunigen, ist Intelligenz und Rückgrad. Das ist vielleicht etwas sehr optimistisch, stellt aber durchaus die Realität präzise dar. Und mir persönlich, als jemand der die im Roman dargestellte negative Entwicklung im echten Leben der letzten 25 Jahre exakt so beobachtet hat, mir persönlich hat dieses Heft ausnehmend gut gefallen.

Mittwoch, 30. April 2014

TERRA SF inside - HEYNE-Anthologien

Die Redaktion meinte es ernst mit der Förderung der Kurzgeschichte. Nicht nur bei TERRA kamen Story-Sammlungen und Anthologien heraus, auch und gerade HEYNE wurde hier in kürzester Zeit zur ersten Adresse für diese Stilform. Neben den Sammlungen aus dem "MAGAZINE OF FANTASY AND SCIENCE FICTION" in der normalen SF-Reihe wurden daneben in den 60ern auch Paperback-Anthologien in einem etwas größerem Format herausgegeben. Hier eine Werbung für die erste Ausgabe dieser SF-Anthologien, entnommen der Rückseite von TERRA 303 vom 06.09.1963 :

TERRA SF 318 - Robert Moore Williams : Der König des roten Planeten


Robert Moore Williams : Der König des roten Planeten (King of the fourth Planet)
Terra SF 318, 13.12.1963
Deutsche Erstausgabe
Originalausgabe ACE-Double 1962
Aus dem Amerikanischem von Heinz Zwack
Titelbild : Johnny Bruck


John Rolf fled his own guilt when he abandoned the corruption of Earth for a life of meditation on the many levels of Mars’ mountain, ruled as tradition had it by a king with amazing powers. In this serene climate, Rolf perfected an invention that would explore the human mind -- and thereby unearthed a menace that threatened to annihilate the ancient Martian culture.

The discovery confronted Rolf with the crisis of his loyalty and his past. To defy Earth, to save Mars?

Yet only the King of the Fourth Planet would have the power to do so -- and everyone believed the king to be a myth.
Klappentext der ACE-Ausgabe

Lin Carter bezeichnete den Roman als "a very forgettable novel", Rich Horton schrieb, er sei "a pretty bad book". Das kann ich nicht nachvollziehen, denn beide Kritiken beziehen sich auf die 128-seitige Originalausgabe. Hier ist die Geschichte auf 64 Heftseiten gekürzt - und liest sich prima. Heinz Zwack hat es bei der Übersetzung offenbar geschafft, den Roman zu straffen und das spezielle Mars-Feeling zu erhalten oder sogar zu verstärken. Denn der Roman erinnert mich in dieser Form stark an die genialen Marsromane von Leigh Brackett und Ray Bradbury, gerade das Endzeit-Flair wird zum Leser weitertransportiert. Auch die von Brackett und Bradbury beschworene Magie einer uralten Marsrasse enthält diese Form des Romans von Robert Moore Williams, ich fand es einfach faszinierend, ihn zu lesen. Er ist zwar von der Story her etwas einfach, hat aber (wie oben ausgeführt) das spezielle Feeling und auch eine zwar simple, aber durchaus bemerkenswerte und eindringliche Botschaft.

Der Originaltitel ist auf dem TERRA-Cover als auch an vielen Stellen im Internet falsch angegeben, ich haben ihn oben berichtigt.

Dienstag, 29. April 2014

TERRA SF inside - Portrait Hans Jürgen Freytag

Das ist er. Der Mann der dritten Seite, derjenige, der seit ein paar Jahren die SF-Witze produziert. Karikaturistisch nimmt er Klischees seiner Zeit aufs Korn und projiziert sie in die SF-Welt. Am Anfang noch relativ bemüht, entwickelten sich die Witze (und Hans Jürgen Freytags Witz) immer weiter, in den 300ern sind sie schon richtig amüsant, qualitativ sehr wohl mit dem "Daily Perry" vergleichbar. Unvergessen werden mir immer "Die Abenteuer der kleinen Männer von Groth auf Terra, dem Planeten des Schreckens" bleiben. Hier lässt Hans Jürgen Freytag in überaus komischer Weise klitzekleine Aliens vor Staubsaugern und ähnlichem flüchten. Einfach nur genial.

Das Zeichner-Portrait ist von der Innenseite von TERRA 302 vom 06.09.1963.

TERRA SF 317 - Kurt Mahr : Die Dunkelwolke



Kurt Mahr : Die Dunkelwolke
Der lange Weg zur Erde 01
Terra SF 317, 06.12.1963
Originalausgabe
Titelbild : Karl Stephan


Jahrhundertelang sind die Menschen friedlich in den Weltraum vorgestoßen und haben fremde Planeten besiedelt. Doch dann, zu Beginn des 34. Jahrhunderts terranischer Zeitrechnung, stößt die Besatzung eines terranischen Forschungsschiffs auf einen Gegner, der den Menschen technologisch weit überlegen ist. Mit ihren unvorstellbaren Mitteln erzeugen die Fremden eine künstliche Dunkelwolke, die weder Raumflüge noch Funkverkehr zuläßt - und die weit verstreuten Menschenwelten versinken in der endlosen Nacht einer langen Phase der Isolation.

Als sich Jahrtausende später die Dunkelwolke allmählich aufzulösen beginnt, ist das Reich der Menschen in unzählige Splitterwelten zerfallen, deren Bewohner sich längst nicht mehr an die einstige Urheimat der Menschen erinnern können. Ebensowenig, wie sie die Raumschiffe und andere technische Gerätschaften verstehen können, die sie seit Urzeiten benutzen. Erst auf den Hinweis eines geheimnisvollen Fremden macht sich eine kleine Gruppe von Menschen auf den langen Weg zur Erde - doch dieser Weg ist voller Überraschungen und Gefahren...
Klappentext der BLITZ-Buchausgabe von 1998


Oft gelesen und immer wieder gerne wiedergelesen : Kurt Mahrs Zyklus "Der lange Weg zur Erde". Das erste Mal habe ich ihn, glaube ich, vor Jahrzehnten als TERRA ASTRA-Ausgabe gelesen, hier liegt er mir nun in der TERRA-Originalausgabe vor. Interessant hier das Vorwort : Günter M. Schelwokat schreibt hier, daß sie (?) kurz nach Beendigung des Zyklus "Krieg der Milchstraßen" Kurt Mahr persönlich kennengelernt haben und aus einer Diskussion, die sich damals entspann, der vorliegende Zyklus hervorgegangen sei.

Man merkt, daß E. E. Smith und Isaac Asimov mit ihren legendären Großzyklen damals ziemlichen Eindruck auf die deutsche SF-Landschaft gemacht haben. Und man zumindestens im TERRA-Umfeld ein deutsches Analogon haben wollte. Dies bedient Kurt Mahr ganz hervorragend, bis hin zur fehlenden Charakterentwicklung seiner Helden und dem totalem Ignorieren des weiblichen Geschlechts. Ja, mit der Emanzipation war es in diesem Zyklus nicht weit her, er konzentrierte sich eben hauptsächlich auf faszinierende technische Ideen.

Dieser erste Band des Zyklus, "Die Dunkelwolke", schildert die Ereignisse, die zur Isolation der Erde führten. Natürlich nicht wirklich von Anfang an, Mahr reduziert sich auf die Geschehnisse bei der künstlichen Erzeugung der Dunkelwolke. Vom heutigem Standpunkt fällt mir dazu nur eins ein : Was für ein verschenktes Potential ! Was hätte man alles "auf dem Weg zur Dunkelwolke hin" für Geschichten erzählen, was für einen Spannungsbogen hätte man aufbauen können. Aber wahrscheinlich war man damals, in den 60ern, noch nicht für die breiten, epischen Geschichten bereit.

Auch wenn ich diesen Roman, wie bereits angedeutet, nicht ganz unkritisch sehe, so hat mir das Lesen doch wieder Spaß gemacht. Natürlich ist er bis zu einem gewissem Grad eine Räuberpistole – allerdings bildet er durchaus auch handfeste politische Kritik ab. Eine rein expansionistische, nicht wirklich nach rechts und links blickende Gesellschaft ist ebenso inakzeptabel wie eine starre, sich jedem Fortschritt in den Weg stellende Politik. Dies ist durchaus ein Resumee, das sich aus diesem Roman ziehen lässt. Weit hergeholt ? Nicht wirklich, die politische Kritik wird im zweiten Band noch viel deutlicher und hat seit kurzem auch an Aktualität gewonnen.

Montag, 28. April 2014

Bekanntgabe der DSFP-Nominierungen 2014

Das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science-Fiction-Preises freut sich, die Nominierungen für den DSFP 2014 bekanntzugeben. Für den DSFP 2014 sind alle im Original in deutscher Sprache im Jahr 2013 erstmals in gedruckter Form erschienenen Texte des Literaturgenres Science Fiction relevant.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2014 wird am Samstag, den 12.07.2012, auf der SchlossCon 2, der JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Schwerin vergeben. Der DSFP ist mit 1.000 Euro je Kategorie dotiert.

Das Komitee beglückwünscht die nominierten Autorinnen und Autoren zu ihrem Erfolg und bedankt sich bei den Herausgebern und Lektoren, den Verlagen und ihren Mitarbeitern für die Unterstützung der deutschsprachigen Science Fiction. Besonderer Dank gilt den Autoren und Verlagen, die die Arbeit des Komitees durch Überlassung von Leseexemplaren unterstützt haben.

Die Reihenfolge der Nominierungen folgt dem Autorenalphabet und stellt keine Wertung dar.

Kategorie »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

  • »Spuren im Sand« von Bettina Ferbus, erschienen in »Enter Sandman - Inspiration Metallica«, herausgegeben von Michael Haitel, p.machinery, ISBN-13 978-3-942533-71-3
  • »Seitwärts in die Zeit« von Axel Kruse, erschienen in »Seitwärts in die Zeit« von Axel Kruse, p.machinery, ISBN-13 978-3-942533-75-1
  • »Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum« von Michael Marrak, erschienen in »Nova 21«, herausgegeben von Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher, Nova-Verlag, ISSN 1864-2829
  • »Agnes« von Tedine Sanss, erschienen in »Die große Streifenlüge - Inspiration Kate Bush«, herausgegeben von Michael Haitel, p.machinery, ISBN-13 978-3-942533-69-0
  • »Operation Heal« von Merlin Thomas, erschienen in »Blackburn«, herausgegeben von Michael Haitel, p.machinery, ISBN-13 978-3-942533-70-6

Kategorie »Bester deutschsprachiger Roman«

  • »Dschiheads« von Wolfgang Jeschke, Heyne Verlag, ISBN-13 978-3-453-31491-7
  • »Drake« von H. D. Klein, Atlantis Verlag, ISBN-13 978-3-86402-063-6
  • »Das Dickicht [Vilm Band 3]« von Karsten Kruschel, Wurdack Verlag, ISBN-13 978-3-938065-93-8
  • »SchrottT« von Uwe Post, Atlantis Verlag, ISBN-13 978-3-86402-126-8
  • »Traumzeitmonde« von Sven Edmund Reiter, Adebor Verlag, ISBN-13 978-3-944269-05-4
  • »Nebenweit (nebenan unendlichweit)« von Heinz Zwack, Atlantis Verlag, ISBN-13 978-3-86402-099-5

Sulzbach am Taunus, den 28. April 2014
Für das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science-Fiction-Preises
Martin Stricker
Vorsitzender

TERRA SF inside - HEYNE 1963

Zwischendurch wieder eine HEYNE-Werbung, diesmal von der Rückseite von Heft 299 vom 16.08.1963, mit klassischen Ausgaben der SF&F-Reihe. Ein Muss für jede SF-Sammlung klassischer deutscher Ausgaben :

TERRA SF 316 - William Voltz : Quarantäne


William Voltz : Quarantäne
Story-Sammlung
Terra SF 316, 29.11.1963
Originalausgabe
Titelbild : Karl Stephan


Inhalt
Heimkehr bei Nacht (1963)
Ernesto, der Ballspieler (1963)
Vorurteile (Erstveröffentlichung STELLARIS 13, 1960)
Der Preis (Erstveröffentlichung STELLARIS 19, 1961)
Quarantäne (Erstveröffentlichung STELLARIS 20, 1961)


Wie Günter M. Schelwokat im Vorwort schrieb, ist dies nicht nur der erste Beitrag von Willi Voltz bei TERRA, sondern auch der erste Story-Band eines deutschen Autors, den der MOEWIG-Verlag veröffentlichte. Dem Verlag bzw. der Redaktion war es ernst damit, die Kurzgeschichte als Königsdisziplin der SF maßgeblich zu fördern.

Die Kurzgeschichten sind, bis auf eine Ausnahme, ganz nett und plätschern beim Lesen 50 Jahre nach ihrem Erscheinen so vor sich hin. Die Ausnahme ist die Story "Ernesto, der Roboter". Die ist nicht gut, die ist brilliant. Kein Wunder, daß Walter Ernsting sich mit seinem Lob fast überschlug (Link). In dieser Geschichte stellt sich der Humanismus des Autors klar und deutlich dar, ebenso wie seine Ablehnung der rein auf Vernichtung bedachten Militärs. Nach dem Lesen der Story habe ich verstanden, warum Willi Voltz der Kriegsdienst verweigerte, der Begriff des "Bürgers in Uniform" kam erst deutlich später auf (und ist heutzutage schon wieder ad absurdum geführt worden), ebenso wie ein anderes Selbstverständnis des Militärs (das ebenfalls wieder untergegangen ist).

Auf jeden Fall eine immer noch sehr lesenswerte Story-Sammlung, die man jedem SF-Fan nur ans Herz legen kann. In der Wikipedia ebenso wie in der Perrypedia wird übrigens das Jahr 1973 für diese Story-Sammlung angegeben, zu dem Zeitpunkt erschien jedoch nur der Nachdruck bei HEYNE.

Sonntag, 27. April 2014

TERRA SF 315 - Kurt Brand : Sondereinsatz Trifid-Nebel


Kurt Brand : Sondereinsatz Trifid-Nebel
Weltraumreporter 06
Terra SF 315, 22.11.1963
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Zusammen mit seinen Freunden vom Geheimdienst deckt Yal die Machenschaften einiger Wissenschaftler im Triffid-Nebel auf.
eigene Inhaltsangabe

Ein schöner heller Nebel ist der Trifid-Nebel; sein Name rührt daher, weil er von Adern durchzogen wird, welche die Nebelwolke in drei Teile spalten. Er hat einen scheinbaren Durchmesser von nicht ganz einem halben Grad, einen wahren Durchmesser von zwanzig Lichtjahren und ist 3180 Lichtjahre entfernt. Der den Nebel anstrahlende Stern ist ein Spektraltyp A und trägt den Nummernamen 4510.
originaler Beginn des Romans

Stärker als in den früheren Teilen der Geschichte von Yal, dem Weltraumreporter, setzt Kurt Brand hier auf den Sense of Wonder. Stärker strukturiert als die früheren Bände ist aber auch "Sondereinsatz Triffid-Nebel" quietschbunt und voll von absurden Ideen. So kommunizieren die Bösen etwa über Codes auf Briefmarken, die von Sortiermaschinen in den Postzentren gelesen und gespeichert werden. Ein herrlicher Quatsch, der mich als Briefmarkensammler bei jedem Lesen wieder köstlich amüsiert.

Dieser Roman ist der letzte der ersten Staffel, erst mit TERRA 483 sollte eine Fortsetzung erscheinen. Dies ist unter anderem dadurch bedingt, daß alle Abenteuer des Weltraumreporters eine gehörige (selbst-)ironische Komponente enthalten. Was dem damaligem Ernst, mit dem Science Fiction geschrieben werden musste, stark widersprach. Von daher war man sich von Herausgeberseite aus nicht sicher, ob man diese Subserie innerhalb von TERRA überhaupt weiterführen wollte und Yal machte erst einmal eine dreijährige Pause.

Die ersten sechs Romane wurden in den 80ern im Doppelpack bei Bastei-Lübbe wiederveröffentlicht. Nimmt man den obigen originalen Beginn des Romans, so erkennt man einige stilistische Änderungen, die Kurt Brand 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung vorgenommen hat. Sicher besseres Deutsch, aber mir persönlich gefällt das unredigierte Original besser.


Yal, der Weltraumreporter
Teil 01 : Der Ewige
Teil 02 : Kolumbus der Milchstraßen
Teil 03 : Der Sternbaron
Teil 04 : Falschmeldungen vom Sagittarius

Samstag, 26. April 2014

TERRA SF 313 - Robert Moore Williams : Die Rasse von den Sternen



Robert Moore Williams : Die Rasse von den Sternen (World of the Masterminds)
Terra SF 313, 08.11.1963
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1963
Originalausgabe 1955
Aus dem Amerikanischem von Peter Wolff
Titelbild : Karl Stephan



Am Tage X begann der Kampf zwischen der kleinen Forschungsgruppe und den mächtigen Truppen der interplanetarischen Handelsunternehmungen. Die Rasse von den Sternen war entdeckt worden. Eine Rasse, die schon seit vielen tausend Jahren über alle Völker und Rassen wachte.

Da Terra zu einem ungeheueren Machtfaktor in der Galaxis geworden war, war es eine Frage der Zeit, wann auch das letzte Geheimnis der Unsichtbaren gelüftet sein würde. Die Händler versuchten auf skrupellose Art, alle Erfindungen der Fremden für ihre Zwecke auszunutzen.

Erst die kleine Gruppe von Abenteuern und Forschern schaffte den Ausgleich der Kräfte. Mit verzweifelter Anstrengung kämpften diese wenigen Menschen an der Seite der Fremden gegen die Habgier der Händler.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs


Ein sehr moralischer Roman, fast schon moralinsauer. Robert Moore Williams schreibt hier wütend über den zunehmenden Einfluss großer Unternehmen auf das gesellschaftliche Leben und die Legislative. Allerdings bietet er keine Lösungen an, sondern löst das Problem über eine Art Deus ex machina. So bleibt "World of the Masterminds" eine relativ einfache Space Opera, die allerdings auch heute noch angenehm zu lesen ist.

Donnerstag, 24. April 2014

TERRA SF inside - LKS intern

Auf der LKS von Heft 298 vom 09.08.1963 schreibt Günter M. Schelwokat ein paar Sätze zu den Inhalten der Leserkontaktseite. Interessant, daß eine LKS in anderen Publikationen zu diesem Zeitpunkt noch als "aus mannigfaltigen Gründen" indiskutabel dargestellt wird.

TERRA SF 314 - Hans Kneifel : Projekt Eiszeit


Hans Kneifel : Projekt Eiszeit
Machaon 03
Terra SF 314, 15.11.1963
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Zu den Machaon Romanen habe ich hier bereits einiges gesagt, der interessierte Leser möge doch bitte zurückblättern. Leider fehlt mir der zweite Band, "Herrin der Fische", aber da am Anfang des Romans eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse steht, ist das nicht ganz so kritisch.

Auffallend an diesem letztem Band ist der im Vergleich zum ersten Roman der Serie deutlich reduzierte Sarkasmus. Stattdessen lässt Kneifel den tiefen Humanismus, den viele seiner Romane enthalten, stark durchschimmern. Gerade der Epilog, der Jahrhunderte nach den Ereignissen um Wolf Sicard spielt, zeigt den unheimlichen Optimismus, der Kneifels Werk durchzieht. Eine auch heute noch lesenswerte Trilogie, selbst in der 50 Jahre alten Originalversion.

Mittwoch, 23. April 2014

TERRA SF inside - Stimmen zu Asimov

Auf der LKS von Heft 294, erschienen am 12.07.1963, gibt es einige Kommentare zu Asimovs Romanen, die kurz zuvor bei TERRA erschienen sind. Sehr interessant, die doch sehr unterschiedlichen Meinungen damals :

TERRA SF 311 - Kurt Brand : Falschmeldungen vom Sagittarius


Kurt Brand : Falschmeldungen vom Sagittarius
Weltraumreporter 04
Terra SF 311, 25.10.1963
Originalausgabe
Titelbild : Johnny Bruck


Bei der Überprüfung der saggitarischen Filliale der GPC kommt Yal einer Verschwörung desertierter Militärs auf die Spur.

Der Roman fängt gleich mit sehr action-betonten Szenen an : Yal ist in einem havariertem Raumschiff, sein Luftvorrat geht zur Neige. Gerettet wird er von einem Raumschiff, das vor einigen Jahren verschollen ist. Und schon ist Yal voll drin im Geschehen.

Deutlich weniger chaotisch und skurril als die beiden Vorgänger schafft Kurt Brand es auch hier, eine spannende Geschichte zu erzählen. Allerdings hatte ich beim Lesen den Eindruck, daß er eigentlich noch viel mehr erzählen wollte, der Platz allerdings auf Heftromanlänge begrenzt war. Die Schilderung der Außerirdischen kam mir an ein, zwei Stellen gekürzt vor, so als hätte Brand sich selbst aufgrund der Längenvorgaben reduziert.


Yal, der Weltraumreporter
Teil 01 : Der Ewige
Teil 02 : Kolumbus der Milchstraßen
Teil 03 : Der Sternbaron

Dienstag, 22. April 2014

TERRA SF inside - Autorenportrait Raymond Z. Gallun

Am 05.07.1963 erschien auf der Innenseite von TERRA 293 ein Autorenportrait von Raymond Z. Gallun. Gallun war in den Jahren 1929-1942 sehr aktiv auf dem Magazin-Markt und veröffentlichte viele gute und einige große Kurzgeschichten. Ab 1942 zog er sich von der Schriftstellerei zurück und konnte später nie wieder an seine großen Erfolge anknüpfen.

TERRA SF 307 - Alan E. Nourse / J. A. Meyer : Wenn das Grauen kommt


Alan E. Nourse / J. A. Meyer : Wenn das Grauen kommt (The Invaders are coming)
Terra SF 307, 04.10.1963
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1963
Originalausgabe AMAZING 1958
Aus dem Amerikanischem von Rainer Eisfeld
Titelbild : Johnny Bruck


"Durch die Kette der Männer hindurch gewahrte Alexander das Objekt. Es lag auf einer Lichtung und wurde vom grellen Schein der Leuchtkugeln umrissen. Ein großes, graues, flaches Etwas. Die Bodentruppen standen wie erstarrt. Zwar ging schon über viele Jahrzehnte das Gerücht von fremden Intelligenzen, aber bisher konnte dieses niemand bestätigen. Woher kam dieses Gebilde, das offensichtlich ein Raumschiff war?

Übergangslos schien das graue Etwas auf der Lichtung wie eine mächtige, orangerote Blume zu erblühen. Die Druckwelle der Explosion traf die Umstehenden mit ungeheuerer Gewalt und schleuderte sie zu Boden. Eine pilzförmige Feuersäule schoß in die Luft, von lodernden Flammen gezeichnet. Zurück blieb ein riesiger Krater und eine Unzahl von Metallbrocken. In wenigen Augenblicken war die ganze Gegend radioaktiv verseucht."

Schon durch viele Neuerscheinungen, die auch ins Deutsche übersetzt worden sind, haben sich diese beiden Autoren ausgezeichnet. Besonders A. E. Nourse wird jedem echten SF-Fan ein Begriff sein.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs

Ein Roman mit interessanten Ideen. Durch die Raketenforschung, die hauptsächlich der Rüstung dient, kommt es zum wirtschaftlichen Kollaps der USA. Die Startbasen und Forschungseinrichtungen werden gestürmt, ein restriktives psychologisch-bürokratisches Regime wird errichtet, um Entwicklungen in diese Richtung zu unterdrücken. Einer der seltenen Romane, die der Erforschung des Weltalls kritisch gegenüberstehen.

J. A. Meyer, der Co-Autor, hat ein paar Kurzgeschichten geschrieben und sich dann aus der SF verabschiedet. Weiteres über ihn ist mir nicht bekannt. Ich bin auch nicht so wirklich motiviert, weiter zu recherchieren, denn der Roman ist doch deutlich schlechter als die anderen Sachen, die ich von Alan E. Nourse gelesen habe. Gerade stilistisch fällt er doch sehr ab, so daß die innovativen Ideen das einzige sind, daß diesen Roman halbwegs lesenswert bleiben lässt.