In Heft 137 vom 07.04.1967 erklärt Richard Koch die Kernspaltung :
Gar nicht mal schlecht, historisch relativ gut zusammengefasst, physikalisch korrekt und simpel genug, daß auch Laien es verstehen können.
Montag, 10. Oktober 2016
TERRA EXTRA 137 - Murray Leinster : Fernsehstudio Galaxis

Murray Leinster : Fernsehstudio Galaxis (Operation: Outer Space)
Terra Extra 137, 07.04.1967
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe Utopia Großband 83, 1958
Originalausgabe Fantasy Press 1954
Aus dem Amerikanischen von ???
Titelbild : Karl Stephan
Aus einem unbedeutenden Auftrag entwickelt sich das größte Projekt der Menschheit – die Kolonisierung der Milchstraße. Ganz nebenbei verliebt sich der vielbeschäftigte Fernsehproduzent in seine Sekretärin und bringt sie mit seinen übersprudelnden Ideen oft zur Verzweiflung.Teaser UTOPIA
Er will zum Mond - doch er erreicht die Sterne!Teaser TERRA EXTRA
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| Galaxy, März 1955 |
In "Fernsehstudio Galaxis" geht es um Jed Cochrane, einen typischen Marketing-Menschen aus der Madison Avenue der damaligen Zeit. Er soll für den Verwandten eines seiner Bosse ein Feature auf dem Mond machen und fliegt widerwillig mit seiner hochintelligenten und äußerst attraktiven Sekretärin da hin. Der etwas dümmliche Schwiegersohn hat von einem echten Wissenschaftler die Idee einer instantanen Radioübertragung gekauft und versucht, diese als seine eigene zu promoten. Dabei übersieht er die eigentliche Anwendungsmöglichkeit, nämlich den FTL-Antrieb. Und so bauen unsere Helden ein Raumschiff mit einem überlichtschnellem Antrieb und Jed macht von dort aus seine eigene Fernsehshow.
Das klingt nicht nur ziemlich schräg, das ist auch so. Und wenn man dann die Passagiere - einen Soziopathen und seine Frau, einen Psychologen und einen Wissenschaftler - noch mit hinzu nimmt, entfaltet sich vor dem unbefangenem Leser eine herlich satirische Darstellung des Amerikas der 50er Jahre. An keiner Stelle veraltet, immer noch mit Hochgenuß zu lesen und natürlich mit dem gesellschaftlich und politisch korrekten Happy-End. Eine Art Doris-Day-Film im Weltraum, kann ich auch heute noch unbesorgt weiterempfehlen.
Off topic : Man beachte in dem obigen Scan aus "Galaxy" den Kommentar von Groff Conklin zu "Children of the Lens". :-)
Freitag, 7. Oktober 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Theorie des Atoms
In Heft 136 vom 31.03.1967 schildert Richard Koch in recht simpler Art den damaligen Stand der Atomtheorie :
Inhaltlich ist alles korrekt, das Niveau ist aber auf ein sehr junges Publikum zugeschnitten. Kann ich von heute aus nur schwer bewerten.
Inhaltlich ist alles korrekt, das Niveau ist aber auf ein sehr junges Publikum zugeschnitten. Kann ich von heute aus nur schwer bewerten.
TERRA EXTRA 136 - Clark Darlton : Der Tod kam von den Sternen
Clark Darlton : Der Tod kam von den Sternen
Terra Extra 136, 31.03.1967
Neuauflage
Originalausgabe Dörner 1958
Titelbild : Johnny Bruck
Ebenfalls erst vor kurzem gelesen, als TERRA SF 107. Keiner der Romane, die man mehrmals lesen muß, es ist mir vollkommen unklar, warum diese Geschichte so oft aufgelegt wurde. Egal, weiter zum nächsten Heft. :-)
Terra Extra 136, 31.03.1967
Neuauflage
Originalausgabe Dörner 1958
Titelbild : Johnny Bruck
Als das Raumschiff von einem unbewohnten Planeten die neuentdeckte Pflanze "herba zetae" mitbringt, erfreut sich die Menschheit sehr an einer besonderen Eigenschaft dieser prächtig aussehenden Pflanze. Herba zetae kann beliebig die Farbe wechseln. Sie stellt sich auf die Gedankenschwingungen des Menschen ein und zeigt sich ihm in der Farbe, die er sich wünscht.Klappentext des DÖRNER-Leihbuchs
Aber niemand auf der Erde ahnt, daß damit eine Invasion auf der Erde begonnen hat, die niemand als eine solche erkennen kann. Nur ein einziger Mann weiß, was es zu bedeuten hat: Jerry Smith.
Er gibt sich dem Weltpräsidenten zu erkennen als das Wesen einer anderen Welt, das es versteht, eine beliebige Form, wie er die Form des Menschen, anzunehmen. Er erzählt dem Präsidenten, daß seine Heimat sich mehr als 15 000 Lichtjahre von Terra befindet und Idan heißt. Idan ist Mitglied eines intergalaktischen Weltenbundes, der jede Welt, die er neuentdeckt, erst einmal unter die Lupe nimmt. Ein Idaner, in diesem Falle er, nimmt auf der Erde die Form an, die die Wesen der neuen Welt haben.
Und er erzählt Weltpräsident Holm von den Plünderern, die nun auch Terra angegriffen haben in Form einer unscheinbaren Pflanze. Terry Smith kämpft verzweifelt für Terra und seine Frau, die er dort gefunden hat und die er unsagbar liebt. Aber er muß gegen einen unsichtbaren Gegner mit unbekannten Waffen kämpfen und findet in den Bewohnern von Terra nur wenig Unterstützung. Die Erde steht vor dem Untergang, wenn Jerry Smith, selbst kein Kind der Erde, sie nicht im letzten Augenblick davor bewahren kann.
Ebenfalls erst vor kurzem gelesen, als TERRA SF 107. Keiner der Romane, die man mehrmals lesen muß, es ist mir vollkommen unklar, warum diese Geschichte so oft aufgelegt wurde. Egal, weiter zum nächsten Heft. :-)
Donnerstag, 6. Oktober 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : SF-Biologie
In Heft 135 diskutiert Richard Koch die Biologie in SF-Romanen :
Ich sag' da nix zu, für mich sind diese Ausführungen ziemlich einfallslos.
Ich sag' da nix zu, für mich sind diese Ausführungen ziemlich einfallslos.
TERRA EXTRA 135 - Kurt Mahr : Ringplanet im NGC 3031
Kurt Mahr : Ringplanet im NGC 3031
Terra Extra 135, 23.03.1967
Neuauflage
Originalausgabe TERRA Sonderband 31, 1960
Titelbild : Johnny Bruck
Wer die CONQUEST erstmals sah, der glaubte nicht, daß das riesige Gebilde sich würde bewegen können. Aber das Raumschiff birgt die leistungsstärksten Synchro-Zyklotrone und Kernbeschleuniger der Welt, die in der Lage sind, die CONQUEST fast bis auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen.Klappentext der UTOPIA-CLASSICS-Ausgabe
Anfang Mai des Jahres 2013 verläßt die CONQUEST ihren Startplatz. Mit ihr verlassen 3000 Männer und Frauen die Erde – auf einem Flug zum fernen Sternennebel NGC 3031. Die Crew der CONQUEST weiß – ganz gleich, ob sie das Ziel der Expedition, Kontakt mit außerirdischen Intelligenzen aufzunehmen, erreicht oder nicht –, daß sie ihre Heimat erst in Millionen von Jahren wiedersehen wird, zu einer Zeit also, da es sicherlich keine Menschen mehr gibt.
Ganz nett, aber den habe ich erst vor kurzem in der Originalausgabe gelesen. Aber eben nur ganz nett und nicht so packend wie andere Romane dieser Jahre. Jedenfalls nicht für mich.
Mittwoch, 5. Oktober 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : UFOs
Nachdem er sich im vorigen Heft über Aliens ausgelassen hat, bespricht Richard Koch in Heft 134 vom 17.03.1967 den Stand der UFO-Sichtungen :
Mir fällt dazu immer nur "UFos über Torfmoorholm" ein :
Mir fällt dazu immer nur "UFos über Torfmoorholm" ein :
Ufos über Torfmoorholm.
Keiner weiß was die hier woll´n.
und was die hier soll´n.
TERRA EXTRA 134 - Jonathan Burke : Revolte der Menschheit
Jonathan Burke : Revolte der Menschheit (Revolt of the Humans)
Terra Extra 134, 17.03.1967
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe UTOPIA Großband 38, 1956
Originalausgabe Panther 1955
Aus dem Englischen von Walter Ernsting
Titelbild : Johnny Bruck
Die Menschen sind Sklaven der Parasiten aus dem Weltraum - doch ein Mann kann die Fesseln zerreißen...Teaser TERRA EXTRA
"Und so lasse ich diese Aufzeichnungen für diejenigen zurück, die nach mir kommen werden. Die Niederschrift eines Mannes, der die Ankunft der Motils - der Parasiten aus dem Weltall - erlebte, kann eines Tages nützliches Material für die Geschichtsschreibung liefern. Ich hoffe, die Fortsetzung dieser Geschichte schreiben zu können. Vielleicht werden ein oder zwei Generationen vergehen, ehe das geschieht. Ich bin dann vielleicht schon im Kampfe untergegangen. Doch ich habe die Hoffnung, daß wir die Wende noch erleben werden, nach der die Menschheit wieder Herr über ihren eigenen Planeten sein wird. Wir - oder unsere Nachkommen!"Klappentext UTOPIA
Das waren die letzten Worte von Cliff Glemser, als er seinen Bericht von der Invasion aus dem Weltraum beendete. Inzwischen vergingen mehr 20 als Jahre. Sein Sohn war herangewachsen, und immer noch gehörte die Erde jenen winzigen Parasiten, die den menschlichen Körper als Träger ihres eigenen Lebens benötigen.
Matthew Glemser hatte den eisernen Willen, der Bericht seines Vaters zu Ende zu bringen. Er wollte die Fortsetzung schreiben, wollte die Geschichte vom Sieg der Menschen über die grausame Gefahr aus dem All schildern.
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der die Mission seines Vaters erfüllt, obwohl dieser selbst es sein wird, der die endgültige Entscheidung herbeiführt. Es ist die Geschichte eines Kampfes, wie ihn die Menschheit noch nie führte - aber schon morgen zu führen gezwungen sein kann.
Die Fortsetzung von Heft 133, Jahrzehnte nach den dortigen Ereignissen. Jonathan Burke wechselt die Protagonisten und erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Cliff Glemsers Söhnen. Auch hier wieder eine Standard-Geschichte ohne große Überraschungen, doch gut erzählt, die einzelnen sattsam bekannten Versatzstücke sind intelligent gemischt. Von daher ebenfalls ein Roman, den man ohne große Vorbehalte auch heute noch lesen kann.
Wie ich schon gestern schrieb, war die SF nicht John Burkes Hauptgenre. Und so wundert es auch wenig, wenn man im Forum Vault Of Evil: Brit Horror Pulp Plus! bei einer Online-Recherche nach dem Autor fündig wird. Ambitionierte englische Fans haben sich mit John Burke unterhalten und nicht nur eine Liste von allen seinen Romanen und Stories bekommen, sondern auch diverse Informationen zu Filmen etc., die vorher nicht öffentlich waren. In dem entsprechenden Thread, John Burke - From the man himself, ist auch eines der letzten Photos des Autors enthalten. Lohnt sich, da einmal reinzugucken.
Dienstag, 4. Oktober 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Aliens
In Heft 133 vom 10.03.1967 widmet sich Richard Koch der Frage, ob es außerirdisches Leben geben könnte :
TERRA EXTRA 133 - Jonathan Burke : Parasiten
Jonathan Burke : Parasiten (Twilight of Reason)
Terra Extra 133, 10.03.1967
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe UTOPIA Großband 16, 1955
Originalausgabe Panther 1954
Aus dem Englischen von Walter Spiegl
Titelbild : Johnny Bruck
Ich, Cliff Glemser, Betreuungsoffizier der amerikanischen Armee, schreibe diesen Bericht, der in allem nur die volle Wahrheit enthält. Major Kline von der taktischen Luftwaffe ist mein Zeuge, daß ich nichts hinzufüge - aber auch nichts verschweige.Klappentext UTOPIA
Wir gehören zu den letzten Menschen auf dieser Erde. Julia ist noch bei mir. Julia ist meine Frau, und wir werden bald ein Kind haben. Vielleicht werden die Nachkommen unseres Kindes eines Tages diesen Bericht finden. Sie werden dann wissen, warum die Menschheit ausgelöscht wurde, ohne daß eine einzige Bombe fiel.
Und wenn die Parasiten immer noch die Herren unseres Planeten sein sollten, so werden diese Nachkommen in diesem Bericht das Mittel finden, mit dem sie die Welt zurückerobern können. Wir selbst können es nicht. Wir sind zu schwach dazu. Aber ihr, die ihr diesen Bericht in fünfzig oder hundert Jahren lesen werdet, tretet unser Erbe an! Die Menschheit darf nicht untergehen!
John "Jonathan" Burke (1922 - 2011) war ein englischer Schriftsteller (SFE / Wikipedia), der sich hauptsächlich außerhalb der SF einen Namen gemacht hat. Sehr schön wird das in Chris Fowlers Independent-Artikel deutlich : Forgotten Author No 64: John Burke.
Etwas skeptisch gegenüber dem Invasions-Szenario - schließlich hat Heinlein dies in Weltraummollusken erobern die Erde hervorragend abgehandelt - war ich doch positiv überrascht von diesem ersten Teil der Weltraumamöbeninvasion. Das war zwar für mich, der ich in diesem Subsubgenre nun wirklich diverse Sachen gelesen, gehört und gesehen habe, nix Neues, aber der gesamte Roman war spannend geschrieben und hat die Geschichte neu erzählt. Von daher habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt, was bei diesem Thema nun wirklich bemerkenswert ist.
Montag, 3. Oktober 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Geschichte des Lebens
Nachdem Richard Koch in den vorgehenden Artikeln die biologischen Grundlagen erklärt hat, stellt er in Heft 132 vom 03.03.1967 das Ganze in den geschichtlichen Kontext :
TERRA EXTRA 132 - Clark Darlton : Als die Sonne erlosch
Clark Darlton : Als die Sonne erlosch
Terra Extra 132, 03.03.1967
Neuauflage
Originalausgabe Utopia 267, 1961
Titelbild : Johnny Bruck
Die Dunkelwolke nähert sich dem Sonnensystem - und die Menschen ziehen sich in das Innere der Erde zurück, um zu überleben...Teaser TERRA EXTRA
Und in diesen Tiefen treffen die letzten Menschen dann auf die seit Jahrtausenden im Erdinnern lebenden Echsenwesen, die beim letzten Durchzug der Dunkelwolke in den Keller gegangen sind. So etwas kann man schreiben - muß man aber nicht. Ich kam mir vor wie in der Romanform einer der bekanntesten Aluhut-Verschwörungstheorien. Nur meine Neugier, wie es denn nun weitergehen würde, und Darltons flüssige Schreibe haben mich den Roman zu Ende lesen lassen. Nur für Hartgesottene !
Freitag, 30. September 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Die Entwicklung des Lebens
Nachdem er im vorigen Heft den Ursprung des Lebens beleuchtet hat, diskutiert Richard Koch hier in Heft 131 die Entwicklung des Lebens :
TERRA EXTRA 131 - Murray Leinster : Das letzte Raumschiff
Murray Leinster : Das letzte Raumschiff (The Last Space Ship)
Terra Extra 131, 24.02.1967
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe UTOPIA Großband 79, 1958
Originalausgaben THRILLING WONDER STORIES 1946-1947
Fix-Up Fell's Science-fiction Library 1949
Aus dem Amerikanischen von ???
Titelbild : Johnny Bruck
Wenn man Kontrollstrahlen erfinden könnte, die jedes Verbrechen unmöglich machen. Wenn man damit Übeltäter bestrafen könnte, ohne daß ein Polizist auch nur einen Finger zu rühren brauchte. Würde sich ein solches Regierungssystem zum Segen der Menschheit auswirken (weniger Steuern) - oder würde es wie so manche andere von Natur aus segensreiche Einrichtung zum Werkzeug gewissenloser Tyrannen und Diktatoren werden?Klappentext UTOPIA
Eine weitere Frage, die den Autor beschäftigte, war: "Was soll die Menschheit tun, wenn einmal alles erforscht und erfunden ist?"
Murray Leinster zeichnet in seiner meisterlichen Art wieder einmal das Bild einer weit fortgeschrittenen Menschheit, die eine ganze Galaxis beherrscht und ihre Hand bereits nach anderen, fernen Sterneninseln ausstreckt. Sie befindet sich in höchster Gefahr - da taucht ein mutiger Mann auf und bringt das mit, was die müde, satte und unterjochte Zivilisation nicht mehr besitzt: Initiative.
Neue Welten werden besiedelt, Regierungen werden geschaffen und andere bekämpft. Und am Schluß steht der Sieg einer freiheitsliebenden Gruppe, welche die Keimzelle für eine neue Kultur darstellt.
Ein FixUp dreier Stories, die 1946 und 1947 in Thrilling Wonder Stories erschienen. Das Magazin war Mitte der 40er auf eine jüngere Klientel ausgerichtet und auch die hier vorliegenden Originalgeschichten sind typische YA-Stories. Der FixUp konnte die Kanten der einzelnen Stories nicht wirklich glätten, das Heft liest sich wie ein Episodenroman. Das tut dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch, Murray Leinster ist hier in Hochform und erzählt spannendes Raumfahrergarn. Keine große, aber ausnehmend gute SF.
Donnerstag, 29. September 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Vom Ursprung des Lebens
In Heft 130 vom 17.02.1967 berichtet Richard Koch von dem damals bekannten Stand der Forschung nach dem Ursprung des Lebens :
TERRA EXTRA 130 - K. H. Scheer : Stern A funkt Hilfe
Karl Herbert Scheer : Stern A funkt Hilfe
Terra Extra 130, 17.02.1967
Neuauflage
Originalausgabe Umschau-Verlag 1952
Titelbild : Johnny Bruck
Ein hochinteressanter Kampf beginnt, als die Erdenbewohner den Stern A gezwungenermaßen anfliegen. Eine Generation von Robotermenschen hat hier eine neue Welteinteilung geplant, während auf der alten geplagten Erdenkugel sich ein Todeskampf zwischen Gelb und Weiß vorbereitet. Roboter einer Weltraummacht bringen der Erde im letzten Augenblick die Rettung vor der Selbstvernichtung! Wie unsere Wissenschaftler mit den Robotern von Stern A die Welt zu retten vermögen, bringt diese Reihenbuchausgabe in unübertrefflicher Spannung. Ein utopischer Roman mit seltener Spannung!Klappentext der REIHENBUCH-Ausgabe
Inmitten des großen Weltenraumes werden zwei Wissenschaftler entführt und landen auf dem Stern A. Hier erleben sie die größte Überraschung: Eine Großmacht von technisch vollkommenen Robotern hält sie gefangen!
Während nun auf dem völlig unbekannten Stern ein atemberaubendes Geschehen abläuft, steht die arme alte Weltkugel durch einen ausgebrochenen Konflikt zwischen Gelb und Weiß in Flammen.
Nur die rechtzeitige Rettung der beiden entführten Wissenschaftler könnte die Katastrophe auf der Erde abwenden. Und die Rettung kommt! Von höchster Verantwortung getragener Menschengeist zwingt die Maschinenmenschen an der Weltrettung teilzunehmen.
Ein Roman aus dem Jahre 2200, der mit schonungsloser Offenheit dem Leser den Weg zeigt, den wir gehen, wenn Forschung und Wissenschaft, Politiker und Wissenschaftler nicht vom höchsten Verantwortungsbewußtsein gelenkt werden!
Auch einer der weniger gelungenen Scheer-Romane, der erste, den er kurz nach dem Krieg schrieb. Ich habe ihn bereits als TERRA SF 118 gelesen, ein zweites Mal muß nicht sein. Wie schrieb Thomas Harbach doch so treffend : "Hier zeigt sich das fehlende Handwerkszeug eines sehr ambitionierten Autors am deutlichsten." Dem kann ich nur beipflichten.
Mittwoch, 28. September 2016
TERRA EXTRA 129 - Sam Merwin jr. : Piraten im All
Sam Merwin jr. : Piraten im All (The Dark Side of the Moon)
Terra Extra 129, 10.02.1967
Neuauflage
Deutsche Erstausgabe Utopia Kriminal 17, 1957
Originalausgabe SPACE STORIES 1953
Aus dem Amerikanischen von Arnold G. Ludwig
Titelbild : Johnny Bruck
Vier mitleidlosen Firmenbanden sehen sich Milos, Grote und Dino plötzlich auf dien Mond gegenüber.Klappentext UTOPIA
"Piraten im All" ist der abenteuerliche Roman des Agenten Milos Stannard, der von der Weltregierung beauftragt wird herauszufinden, weshalb die Erde mehr und mehr an Wasser verliert. Auf dem Mond findet er dann einen riesigen Eisberg, das der Erde geraubte Wasser Und in diesen Augenblick schlagen die Piraten aus dem All, Wesen mit einer höher entwickelten Technik, zu...
Mit Verlaub, dieser Roman hat was. Nicht etwa, daß er überragend geschrieben ist, nein, der Stil ist zwar flüssig und gut, aber doch eher Standard. Auch die Geschichte selbst ist sehr geradeheraus erzählt, mit den klassischen Details und Versatzstücken. Nein, ein paar der Ideen hier sind einfach göttlich, selten so amüsiert. Denn die Prämisse des Romans ist, daß das Wasser der Erde auf die Galaktiker wie Alkohol wirkt, die Menschen, als Nachfahren einer galaktischen Kolonie, also die ganze Zeit stockbesoffen sind. Dadurch erklären sich dann auch Kriege und so... Die Galaktiker haben die Erde unter Quarantäne gestellt und exportieren immer nur kleinste Mengen der Droge "Wasser" - aber natürlich gibt es Piraten... Wie gesagt, diese (im wahrsten Sinne des Wortes) Schnapsideen heben den Roman doch deutlich über den Standard hinweg, ich fand ihn äußerst amüsant.
Von Sam Merwin Jr. ist bisher nur wenig im SF-Bereich in Deutschland veröffentlicht worden, ich kenne da nur den Terra Sonderband 65. Ich bin mal gespannt auf weitere Romane von ihm.
Dienstag, 27. September 2016
TERRA EXTRA inside - Richard Koch : Leben & Information
In Heft 128 vom 03.02.1967 bringt Richard Koch die beiden Begriffe "Leben" und "Information" zusammen und erklärt die DNA :
TERRA EXTRA 128 - Clark Darlton : Havarie der Gnom
Clark Darlton : Havarie der Gnom
Terra Extra 128, 03.02.1967
Neuauflage
Originalausgabe UTOPIA 259, 1961
Titelbild : Johnny Bruck
In einem Experimentalschiff kutschieren Mike Hunter und Dirk Sanders durch das Sonnensystem. Ein Asteroid macht aus ihrem Schiff ein Wrack. Sie treiben durch den Asteroidengürtel und finden dort das 25.000 Jahre alte Raumschiff einer außerirdischen Rasse, nur bemannt durch einen Roboter. Dieser repariert die "Gnom", setzt die beiden Erdmenschen im Asteroidengürtel ab und düst zu seinem Heimatplaneten.
Kein großer, aber ein guter Roman. Clark Darlton gelingt es, die kammerspielartigen Sequenzen spannend zu erzählen, was dem Roman einen gewissen Drive gibt. Jedoch sind die technischen Details eher amüsant, die Interaktionen der drei Protagonisten eher hölzern. Von daher ist der Roman nur etwas für Freunde klassischer deutscher SF, die eine gewisse Hornhaut gegenüber den frühen deutschen Nachkriegsausgaben entwickelt haben.
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