Montag, 15. Dezember 2014

TERRA SF 156 - Jack Williamson : Der einsame Weg


Jack Williamson : Der einsame Weg (One against the Legion)
Weltraumlegion 03
Terra SF 156, 27.01.1961
Neuübersetzung
Deutsche Erstausgabe als Leihbuch 1959
Originalausgabe ASTOUNDING 1936-1939, Fixup 1950
Titelbild : Karl Stephan

In einer "Weltraumlegion"-Serie, deren erste beide Romane "Wächter des Alls" und "Der Geist der Legion' ebenfalls in deutschen Ausgaben vorliegen, davon letzterer als vorangegangener Band der BESTSELLER DES KOSMOS, benutzt Williamson ein besonderes Stilmittel. Die Handlung kreist jeweils nur um einige wenige Personen, und auch nur und ausschließlich sie sind Gegenstand der Erzählung. Aus ihren Aussagen und Taten allein entsteht das Bild der Welt des 30. Jahrhunderts. Weder die Raumlegion noch die Erde oder das Solarsystem werden in ihrer Atmosphäre und ihrer neuen Entwicklung durch zwischen die Dialoge eingestreute Passage ergänzenden Charakters ausführlich beschrieben. Williamson erreicht auf diese Weise eine wesentliche Straffung und Konzentrierung der Handlung und schafft, durch Weglassen aller Abschweifungen von der direkten Handlung, eine starke innere Spannung.

Dr. Max Eleroid, der größte lebende Physiker des Systems, wird mit seinem Assistenten bei der Erprobung einer neuen machtvollen Waffe ermordet. Alle Beweise deuten auf Chan Derron, Captain der Raumlegion. Nur Derron selbst weiß, daß er unschuldig ist. Die Tatsache, daß die Erfindung Dr. Eleroid's verschwunden ist und man hofft, Derron ihr Versteck zu entlocken, bewahrt ihn vor dem Todesurteil. Nach zwei Jahren gelingt es ihm, zu entkommen.

An diesem Zeitpunkt setzt die Tätigkeit eines Mannes ein, der sich "Der Basilisk" nennt und die Sicherheit des ganzen Systems bedroht. Die Legion ist machtlos gegen ihn, ebenso wie es ihr nicht gelingt, Luroa, den weiblichen Androiden, zu ergreifen, die neben dem Basilisken die größte Gefahr darstellt. Chan Derron, der als Basilisk verfolgt wird, schwört sich, diesen Mann zu fassen. Als der Basilisk bekannt gibt, er werde an einem bestimmten Tage den Gewinner der größten Summe aus den Spielsälen des Neuen Mondes entführen, finden sich nicht nur Jay Kalam, der Befehlshaber der Legion, mit seinen alten Kameraden Hal Samdu und Giles Habibula, sondern auch Chan Derron --- und Luroa ein. Doch trotz konzentrierter Kräfte der Legion macht der Basilisk seine Ankündigung wahr. Die Anzeichen deuten, abgesehen von Derron, auf mehr als einen Mann - Gaspar Hannas, den Besitzer des Neuen Mondes, zum Beispiel, und Amo Brelekko, den Spieler. Giles Habibula wird auf die Fährte Chan Derrons gesetzt - da schlägt der Basilisk zu, John Star, die Hüterin des Friedens und alle Mitglieder der Grünen Halle verschwinden.

Die Geschehnisse eilen mit rasender Eile ihrem Höhepunkt zu, Wer ist Luroa wirklich? Und wo blieb die Erfindung Dr. Eleroids? Fragen, die das Ende dieses Romans entscheiden - eines echten Science-Fiction-Romans, den Jack Williamson schrieb.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs

Wenn man die natur- und geisteswissenschaftlichen Aussagen nicht ernst nimmt, sind die Romane unterhaltsamer Lesestoff, im übrigen jedoch gänzlich überholt.
Reclams Science Fiction Führer, 1982

Dem kann ich mich nur anschliessen : Nett, aber inhaltlich nicht wirklich tiefschürfend, ein lesenswerter Trivialroman, sozusagen. Und das mit dem Nicht-Ernstnehmen der naturwissenschaftlichen Aussagen kann ich nur bestätigen : Als Aladoree AKKA aus Holz- und Steinstückchen zusammensetzen wollte, sind mir doch die Fußnägel hochgekommen. Für Nichteingeweihte : AKKA ist eine Waffe, die Planeten zerstören kann ...

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