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Dienstag, 7. Februar 2012

Gelesen im Dezember 2011

Nach den Geschichten über die Brainships habe ich im Dezember zum wiederholten Male die Geschichten um Killashandra Ree und die Kristallsänger gelesen :




Anne McCaffrey : Killashandra-Zyklus
Crystal Singer
Del Rey 1982, 300 Seiten
Killashandra
Del Rey 1986, 370 Seiten
Crystal Line
Del Rey 1993, 300 Seiten

Nur auf dem Planeten Ballybran können die Kristalle abgebaut werden, mit deren Hilfe die Technik der menschlichen Zivilisation verbessert und instantane Kommunikation zwischen Lichtjahre entfernten Planeten möglich wird. Doch der Abbau dieser Kristalle ist nicht ohne Gefahren, die Kristallsänger verlieren nach einiger Zeit ihr Gedächtnis und werden vom Ballybran-Symbionten abhängig.
Leicht kitschige Geschichten mit einigen nicht-trivialen Gesichtspunkten, die Anne McCaffrey geschickt in die Geschehnisse um Killashandra Ree eingebaut hat. Details hier.




D.W. Schmitt : PERLAMITH - Der Graue Berg
Wurdack-Verlag 2011
ISBN 978-3-938065-76-1
208 Seiten, 12,95 Euro


Eine interessante Space Opera für zwischendurch, lesenswert. Eine Kritik zum ersten Teil habe ich hier geschrieben, ich bin einmal gespannt, wie es weitergeht.




Gini Koch : Aliens in Armani (Touched by an Alien)
Piper-Verlag 2011
Deutsche Erstausgabe 2011, Originalausgabe 2010
Aus dem Amerikanischen von Diana Bürgel
400 Seiten, 9,99 €


Eine witzige Geschichte um die Men in Black - die diesmal selber Außerirdische sind. Spannend, witzig und selbstironisch, was man anhand des Titels gar nicht vermuten würde. Der erste Teil eines Zyklus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Details hier.



Mike Resnick : Jäger des verlorenen Einhorns (Stalking the Unicorn)
Bastei-Lübbe 200008
Deutsche Erstausgabe 2011, Originalausgabe 1987
Aus dem Amerikanischem von Thomas Schichtel
380 Seiten, 7,99 €
ISBN 978-3-404-20008-5


Sam Spade, Verzeihung, John Justin Mallory sitzt Sylvesterabend in seinem Büro in Manhattan und bläst Trübsal in klassischer Film Noir-Manie. Seine Frau hat ihn verlassen, sein Freund und Kompagnon ihn betrogen und beruflich läuft es auch nicht so prickelnd. Da kommt ihm ein zahlungskräftiger Klient gerade recht, auch wenn der Auftrag dringend ist und noch vor der Morgendämmerung erledigt werden muß. Und sein Klient ein kleiner grüner Elf ist. Der von nebenan kommt, aus dem echten Manhattan, von dem unser New York nur ein blasser Schatten ist ... Sorry, falscher Zyklus. Aber das mit dem anderen Manhattan, in das unsere rechten Socken emigrieren, stimmt und so macht sich John Justin Mallory auf, den Fall des verschwundenen Einhorns zu lösen.

Wie man dieser Inhaltsangabe der ersten 30 Seiten entnehmen kann, haben wir es hier nicht mit tragischer, epischer Fantasy zu tun, die stilistisch an den "Herrn der Ringe" angelehnt ist. Tatsächlich ist "Stalking the Unicorn" urkomisch, süffisant-ironisch geschrieben und voll mit New Yorker Inside-Jokes. Aber auch Nicht-Ortskundige kommen auf ihre Kosten, wenn etwa das dortige Äquivalent zum Yellow Cab trompetend um die Ecke biegt.

Aus irgendwelchen Gründen ist Mike Resnick bei uns hier in Deutschland relativ unbekannt. Jetzt hat der Bastei-Verlag sich offenbar entschlossen, dies zu ändern und bringt nach dem Flagschiff-Zyklus jetzt auch andere Werke des Locus-Preisträgers heraus. Sehr zu begrüßen, denn die Romane von ihm haben mir (fast) alle gut bis sehr gut gefallen. Auch der Folgeband, "Die Nacht der Toten", ist bereits erschienen und ebenfalls ziemlich witzig. Und ebenso stilistisch deutlich über dem Durchschnitt.



Anne McCaffrey / Elizabeth Moon : Sassinak
Baen Books 1991, 4. Auflage
330 Seiten


Nach den Killashandra-Romanen wollte ich noch die Bände des Piraten-Zyklus lesen. War etwas viel McCaffrey hintereinander, ich habe mich da ein bißchen gequält, auch wenn die Romane sehr schön sind. Dazu demnächst mehr.



Walter Appel : Es ist nicht leicht, Vampir zu sein
Mit Illustrationen von Werner K. Giesa
wabook-Verlag


Bei einer Bestellung bei der Romantruhe fiel mir der folgende Text ins Auge :
Walter Appel präsentiert: Appels Verseschmiede Band 1 mit 50 Gedichten und zehn Illustrationenvon W. K. Giesa. Heitere und ernste Grusel-Gedichte, Fantasy-, History und SF-Poems. Mit kurzen Textüberleitungen und Erläuterungen. Wir liefern den Band mit Aut
Aut ??? Autogramm ? Egal, kostet nur 2,95 €, bestellen. Was kam an ? Ein äähh Lyrikband mit Autogrammen von Walter Appel und Werner K. Giesa.Enthalten sind diverse nicht jugendfreie Gedichte und Illustrationen. Ziemlich humoristisch angelegt das Ganze, ich habe stellenweise Tränen gelacht. Und war von den (wenigen) ernsten antifaschistischen Gedichten tief berührt. Hat sich gelohnt.

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