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Freitag, 3. Februar 2012

Achim Hiltrop : Gallaghers Krieg


Achim Hiltrop : Gallaghers Krieg
Gallaghers Rückkehr
Gallaghers Rache
Gallaghers Ruhm
Atlantis 2012
Titelbild: Tony Andreas Rudolph
Hardcover (laminierter Pappband) mit Lesebändchen, ca. 510 Seiten

eBook / Leseprobe

Zehn Jahre nach seinem letzten Abenteuer auf Symirus scheint es zunächst so, als seien Clou Gallagher, seine Frau Debi und ihre Tochter Rebecca spurlos verschwunden. Doch Reporter der Stellar News Agency finden ihn auf dem geheimnisumwitterten Planeten Bulsara, und bald schon tritt Clou als General in den Unabhängigkeitskrieg zwischen seiner Heimatwelt Trusko VII und dem Königreich Kerian ein. Abenteuerliche Undercover-Missionen und epische Raumschlachten bestimmen die Handlung... wem kann Clou schließlich noch trauen? (Gallaghers Website)

Han Solo ist erwachsen geworden. So lässt sich in einem Satz mein Gesamteindruck der zweiten Gallagher-Trilogie zusammenfassen. Leicht melancholisch schildert Achim Hiltrop die Geschehnisse rund um den Planeten Bulsara und die Revolutionen von Trusko VII und Kerian, in denen Clou Gallagher wieder tragende Rollen spielt. Doch Clou Gallagher ist nicht mehr der draufgängerische "Was kostet die Welt ?"-CeeGee, sondern ein deutlich ernüchterter Familienvater und desillusionierter Söldner. Nur im Märchen gewinnen die Guten immer, und das ist Gallagher auch klar. Und so liegt sein Hauptaugenmerk auf seiner Familie und deren Wohlergehen. Und als während der Revolution auf Trusko VII einer der Revolutionsführer eben diese Familie bedroht, wechselt Gallagher ohne nachzudenken die Seiten, um sie zu schützen.

Auch die von Achim Hiltrop beschriebenen Hintergründe der beiden Revolutionen sind deutlich weniger schwarz-weiß gezeichnet als die Ereignisse in "Gallaghers Mission", der ersten Trilogie. Clou Gallagher und seine Freunde haben sehr wohl auch ihre negativen Seiten, ebenso wie deren Widersacher eben nicht simple Usurpatoren vom Typ des Imperators aus "Star Wars" sind. Und es gewinnen nicht immer die Guten, im Gegenteil : Am Ende der Trilogie hat das können Gallagher und Cartier so gerade eben noch einen Neuanfang machen, während ihre Widersacher alle ihre Ziele erreicht haben. Das hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, nicht erst am Ende des Buches.

Aber gerade das, diese nicht-naive, leicht deprimierte Sicht der Dinge hebt diese Trilogie über den Standard hervor. Ich, der ich die vor Optimismus überschäumenden Han-Solo-Abenteuer von Brian Daley immer gemocht habe und sie immer noch gerne lese, empfinde diesen etwas anderen Han Solo (als der Clou Gallagher zweifelsfrei angelegt ist) gerade in diesen späteren Romanen besser als das Original. Von daher kann ich jedem nur die neu herausgegebenen Bände des Atlantis-Verlags empfehlen.

In dem aktuell erschienenem Atlantis-Sammelband sind die drei Romane "Gallaghers Rückkehr", "Gallaghers Rache" und "Gallaghers Ruhm" enthalten, die in der Erstausgabe beim Basilisk-Verlag erschienen sind und jahrelang vergriffen waren. Die obige Empfehlung gilt um so mehr, als die Gallagher-Bände des Atlantis-Verlags sehr schöne Hardcover sind, zwar dick, aber noch kein Ziegelstein. Natürlich mit Lesebändchen, welches noch nicht dem Inhalt angepasst ist, sondern ein klassisches schwarzes. Zu kritisieren ist allerdings, daß es weder Einleitung noch Nachwort gibt, hier hätte ich mir doch eine etwas aufgepepptere Ausgabe gewünscht. Das ist aber mein einziger Kritikpunkt eines ansonsten sehr unterhaltsamen Romans.

Gallaghers Mission, die erste Trilogie
Gallagher-Chroniken, in denen auch weitere Kurzgeschichten downloadbar sind

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