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Montag, 7. Oktober 2013

TERRA SF 112 - Leigh Brackett : Der große Sprung


Leigh Brackett : Der große Sprung (The Big Jump)
TERRA SF 112, 08.04.1960
Deutsche Erstausgabe, gekürzt
Originalausgabe 1953
Aus dem Amerikanischem von Lothar Heinecke
Titelbild : Karl Stephan


Das große Spiel um die Eroberung der Sternenwelten beginnt, als Ballantyne mit seinem Raumschiff Barnards Stern erreicht und auf einem Planeten des Systems landet. Doch die Astronauten, die mit dem Ziel losflogen, die Sterne zu bezwingen, werden selbst bezwungen. Nur ein einziger Mann kehrt von der ersten Sternenexpedition zurück - gespenstisch verwandelt und dem Tod näher als dem Leben. Der Rückkehrer stirbt, bevor er sein Wissen darüber preisgeben kann, was er am Ziel des Sternenflugs erlebte. Er sagt jedoch genug, um eine neue Crew den zweiten großen Sprung wagen zu lassen - den Flug zu den Wundern und Schrecken des interstellaren Raumes.
Klappentext

Leigh Brackett fabuliert hier über transuranisches Leben, der Roman ist ... farbenprächtig, das trifft es am Besten. Man merkt auch deutlich den Unterschied eines Profis wie Leigh Brackett zu den deutschen Amateuren, allein Scheer und eventuell noch Darlton und Mahr können mit ihrer erzählerischen Wucht mithalten. Man kann sich vielleicht über die Inhalte und deren physikalische Realitätsferne unterhalten, stilistisch ist die Frau jedoch einfach Spitze.

Unabhängig vom Inhalt des Romans sind zwei andere Punkte hier erwähnenswert. Zunächst einmal ist der Roman gekürzt. Nicht so nett, insbesondere als es hier dem Roman weniger guttut. Allerdings sollte es fast ein Vierteljahrhundert dauern, bis mit dem TERRA-Taschenbuch 353 im Jahr 1983 eine ungekürzte Neuübersetzung von Lore Strassl vorliegt. Ich finde : Besser gekürzt als überhaupt nicht, was auch deshalb wichtig ist, weil in dieser Form überhaupt erst einmal internationale SF einem doch ziemlich biederem deutschem Publikum zugänglich gemacht wurde.

Der zweite Punkt ist das Geschlecht des Autors. Beziehungsweise der Autorin, denn Leigh Brackett, verheiratet mit Edmund Hamilton, ist definitiv weiblich. Das konnte man aber offenbar 1960 dem deutschem Publikum noch nicht zumuten, eine Frau als SF-Autorin ! Also wurde in der Vorankündigung das Geschlecht ... umgedeutet :

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