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Donnerstag, 23. Januar 2014

TERRA SF 006 - K. H. Scheer : Verdammt für alle Zeiten


Karl Herbert Scheer : Verdammt für alle Zeiten
Terra SF 006, 25.10.1957
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1956
Titelbild : Johnny Bruck


Mit diesem Zukunftsroman wird der Leser in das Jahr 2065 versetzt. Meisterhaft versteht es der Autor, die technischen Errungenschaften zu schildern, mit denen die Menschen der Erde und damit sich selbst vernichten. Raumschiffe gigantischen Ausmaßes rasen mit ungeahnter Geschwindigkeit durch das All, um auf anderen Planeten zu landen.

Gewaltige Explosionen zerstören die Erde und vernichten alles Leben. Nur wenige Menschen entgehen der Katastrophe. Die Erbmasse der Überlebenden ist durch die atomaren Strahleneinwirkungen der Explosionen derart beeinträchtigt, daß ihre Nachkommen Lebewesen sind, die...

Aber lesen Sie selbst, und Sie werden von der Phantasie des Autoren begeistert sein.
Klappentext des BALOWA-Leihbuchs

Die Menschheit hatte keine Chance, als im Jahr das Raumschiff der Radios plötzlich über der Erde auftauchte. Jede Abwehr kam zu spät, denn die Fremden aus den Tiefen des Alls zögerten keine Sekunde, den Planeten in eine radioaktive Strahlenhölle zu verwandeln, in der alles Leben verging. Dennoch gibt es im Jahr noch Menschen. Sie halten sich im Innern des Saturnmondes Japetus versteckt. Doch ihre Überlebensfrist läuft ab - es sei denn, sie finden eine neue Heimat zwischen den Sternen.
Klappentext des UTOPIA-Bestsellers von 1977, bearbeitete Neufassung

"Nihilistisch" nennt Thomas Harbach in seinem Scheer-Artikel diesen Roman. Und "großartig". Ich kann ihm da nur beipflichten, gerade in den Frühwerken von KHS gibt es einige Romane, die einen unglaublichen Impact haben. Dies ist einer davon. Absolut unverfilmbar, die darin geschilderten Tragödien sind heutzutage keinem Kinogänger zuzumuten. Und auch als Leser tut man sich schwer, die Katastrophen zu lesen.

Dabei ist KHS auch in diesem Roman unheimlich optimistisch. Für ihn wäre es unvorstellbar, daß in derartigen Katastrophenzeiten nicht einige Menschen über sich selbst hinauswachsen und der Gemeinschaft beistehen. Gut, daß er nicht in der jetzigen Zeit lebte, seine Romane wären meiner Meinung nach wesentlich düsterer geworden.

Interessant ist die Rolle der Frau in diesem Roman. Grundsätzlich dem Mann untergeordnet und beschützenswert, gibt es auch hier schon diverse weibliche Protagonistinnen, die halbwegs gleichberechtigt an der Seite der Männer stehen. Für die 50er nicht selbstverständlich.

2 Kommentare:

  1. Wieder eines dieser wunderbaren bunten Bilder. Die Blues lassen auch schon grüßen.

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  2. Die Blues - stimmt ! Ist mir gar nicht aufgefallen.

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