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Sonntag, 20. Oktober 2013

TERRA SF 134 - Raymond Z. Gallun : Menschen minus X


Raymond Z. Gallun : Menschen minus X (People minus X)
Terra SF 134, 02.09.1960
Amerikanische Originalausgabe 1958
gekürzter Nachdruck des gleichnamigen Leihbuchs von 1959
Aus dem Amerikanischem von Peter Th. Clemens
Titelbild : Johnny Bruck


Dieser Roman behandelt eine verblüffende wissenschaftliche Leistung - bei der jedoch wie bei fast allen wissenschaftlichen Großtaten einige kleine Fehler unterlaufen sind. Leidenschaftlich haben viele Trauernde diese Großtat ersehnt: Das Leben und die Persönlichkeit tödlich Verunglückter wieder herzustellen!

Das Verfahren stützt sich auf wissenschaftliche Registrierungen der betreffenden Personen, zum Teil aber auch auf die Erinnerungen derjenigen, die die Dahingeschiedenen persönlich kannten. Das wirklich Fatale ist, daß vielen der Wiederhergestellten ein unwägbarer menschlicher Wert zu fehlen scheint - die Seele vielleicht, oder der göttliche Funke. Menschen MINUS X - ihre Zahl nimmt ständig zu, durch ihre physische Unempfindlichkeit sind sie den normalen Menschen überlegen und stellen eine Bedrohung für sie dar.

Vor diesem Hintergrund läßt der berühmte amerikanische SF-Schriftsteller G a l l u n eine Handlung von hintergründiger Erregung abrollen, wie sie in der SF-Literatur ihresgleichen nicht findet.
Klappentext des DÖRNER-Leihbuchs

Ebenso wie Manly Wade Wellman ist Raymond Zinke Gallun (1911-1994) einer der klassischen Vorkriegsautoren. Seine Zeit waren die 30er und 40er, danach wurde es relativ still um ihn. Stilistisch war er (nach dem, was ich bisher von ihm gelesen habe) immer ein klassischer Pulp-Autor, nie langweilig, aber auch nie richtig tiefschürfend. Auch "People minus X", die Langfassung der Story "Avalanche" von 1935 hat diese Vor- und Nachteile. Es liest sich sehr gefällig, aber man (ich zumindest) frage mich, was ein heutiger Autor aus diesem Stoff gemacht hätte. Unbedingt lesenswert, insbesondere für Leute, die sich mit der SF der damaligen Jahre beschäftigen wollen.

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