Mittwoch, 22. Oktober 2014

AndroSF 15 - C. J. Knittel : Utopia Terrana



C. J. Knittel : Utopia Terrana
AndroSF 15
p.machinery Murnau, November 2011
Taschenbuch, 104 Seiten, 6,90 €

enthält die Kurzgeschichten
Reise ins Jahr 2000
Der Letzte seiner Art
Das Wort Hermes'
Die Geister von Wega C


Die Welt dreht sich unaufhörlich und die Zeit schreitet unentwegt voran. Was uns die Zukunft bringt, bleibt einzig und allein unserer Fantasie überlassen.
Dieses Buch wagt einen solchen Blick in die Zukunft der Menschheit und zeigt in vier spannenden Utopien, was uns eines Tages erwarten könnte.
Klappentext

Ich könnte jetzt detailliert auf die einzelnen Geschichten eingehen, aber das hat Christian Loges aka SciFi-Watchman bereits ausführlich gemacht. Ich kann mich seiner Meinung auch nur anschliessen, wenn er schreibt : "Nicht alle Beiträge mögen durchweg gelungen sein, doch weit überwiegend bieten sie kurzweilige und spannende Unterhaltung. Knittel scheint immer dann in seinem Element, wenn ihn seine Geschichten in die Weiten des Weltalls führen und sich ihm die Gelegenheit bietet, die Handlungsweisen seiner Protagonisten kritisch zu begleiten und zu hinterfragen."

Mir ist aber außerdem der positive Grundton aller Geschichten aufgefallen. Statt düster-dystopisch kommt C. J. Knittel optimistisch und utopisch rüber und das macht einen nicht geringen Anteil des Charmes dieser Kurzgeschichten aus. Auch merkt man gerade an den beiden Hommage-Stories, daß der Autor sich im literarischen Umfeld auszukennen scheint. Für Leute wie mich, die seit Jahrzehnten SF lesen, hatte beispielsweise die H. G. Wells- / Jules Verne-Geschichte ihren ganz eigenen Reiz.

Vom rein Handwerklichen her möchte ich darauf hinweisen, daß auch dieser Band Innenillustrationen enthält. Eine leider immer seltener gewordene Sache, die Michael Haitel mit seinem Verlag als einer der Wenigen genußvoll zelebriert. Und wenn auch die hier vorliegenden nicht so ganz meinen Geschmack treffen, sind die aktuellen p.machinery-Ausgaben diesbezüglich ausnehmend gelungen. Aber davon später.

C. J. Knittels letzter Roman Die Träne des Phönix' war als Trivialroman gedacht und hat mir dafür ganz gut gefallen. Aber ich bin einmal gespannt, ob sein nächster Roman anspruchsvoller wird, das literarische Rüstzeug dazu hat er meiner Meinung nach.

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